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Deutschlands große SchwächeKinderschutz-Studie: Bei der Vorbeugung nur auf Platz 20

Kampf gegen Sexualdelikte an Kindern gefordert

Copyright: Annette Riedl/dpa

Ein Mann hält ein Kind fest am Arm (gestellte Szene). (Symbolbild)

Kinderschutz-Studie: Top-Platz mit schockierender Lücke.

Beim Schutz der Jüngsten vor sexueller Gewalt steht Deutschland international gut da. Eine neue Studie platziert die Bundesrepublik auf einem starken dritten Rang unter 60 Nationen, nur Australien und Großbritannien sind besser. Auf den weiteren Rängen finden sich Staaten wie Frankreich, Kanada, Schweden und Italien wieder.

Verantwortlich für diese Untersuchung ist die Denkfabrik Economist Impact, die zum Magazin „The Economist“ gehört. Bewertet wurden 23 verschiedene Kriterien. Darunter fallen etwa Gesetze, politische Vorgaben und Hilfsangebote von Behörden, die Minderjährige absichern und nach Gewalterfahrungen unterstützen sollen.

Starke Hilfe, wenn das Schlimmste passiert ist

Besonders positiv wird Deutschland im Bereich „Healing“ (Heilung) bewertet. In diesem Punkt wird geprüft, wie rasch Opfer kostenlose Hilfe erhalten und ob es bundesweite Richtlinien für Experten, juristischen Beistand oder Möglichkeiten zur Entschädigung gibt. Hervorragende Ergebnisse erzielen hier ebenfalls Nationen wie Indien, Indonesien, Italien, Mexiko, Nepal und Sri Lanka.

Aber bei der Prävention gibt es eine Riesen-Lücke

Doch die Studie deckt auch eine schockierende Schwachstelle auf: Im Bereich „Vorbeugung“ reicht es für Deutschland nur für den 20. Platz. Hierbei fließen Kriterien ein, die die Gefahr von sexuellem Kindesmissbrauch reduzieren sollen. Beurteilt wird zum Beispiel die Reaktionszeit bei einem Missbrauchsverdacht, die Unterstützung für Eltern und Erziehungsberechtigte sowie die Verfügbarkeit von einfach erreichbaren Notrufnummern. Genau an dieser Stelle klafft eine bedenkliche Lücke im Schutzsystem.

Am unteren Ende der Gesamtbewertung finden sich Russland, Venezuela, Kamerun und Saudi-Arabien. Der Report macht aber deutlich, dass jedes der analysierten Länder Verbesserungspotenzial hat. Die Ergebnisse sollen den Regierungen als Impuls dienen, um ihren Kampf gegen sexuelle Gewalt an Minderjährigen zu optimieren. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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