Täglich 40 Opfer! Die fiesen Maschen der Online-Gangster.
Alarm auf Malle: Gauner-Alarm!Wie fiese Betrüger Touristen und Inselbewohner abzocken

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Smartphone mit Textnachricht und Hand.
Erschreckende Statistik von der beliebten Ferieninsel: Auf Mallorca und den umliegenden Inseln gibt es jährlich etwa 14.000 gemeldete Fälle von Cyberkriminalität. Das macht beinahe 40 Anzeigen täglich, wobei es sich meist um unverschämte Abzocke handelt. Eine enorme Herausforderung für die Experten der Guardia Civil, das Equipo de Investigación Tecnológica (Edite) und das Equipo @.
Tag für Tag nehmen es die Ermittler mit organisierten Verbrecherbanden auf, die häufig aus Ländern wie Russland oder Nigeria operieren. Im vergangenen Jahr allein bearbeiteten die Spezialeinheiten 2.000 Straftaten. Dabei konnten sie circa drei Millionen Euro beschlagnahmen, die zuvor erbeutet worden waren. Der Leiter der Teams, Sergeant Luis Segade, gibt einen deutlichen Tipp: „Seien Sie misstrauisch.“ Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Lockangebote und dreiste Bank-Fallen
Besonders verbreitet ist die Abzocke mit Investitionen. Den Betroffenen wird ein Deal mit vermeintlich riesigen Gewinnen versprochen, zum Beispiel mit Kryptogeld oder derzeit mit Rohöl. Anfangs scheint es, als würde das Kapital wachsen – aber das ist nur die Falle, um die Leute zu noch höheren Zahlungen zu bewegen. Will man dann die Profite auszahlen lassen, muss man auf einmal erst zusätzliche Kosten begleichen.
Ebenfalls oft genutzt: Die Bank-Abzocke via SMS (Smishing) oder Telefonat (Vishing). Die Kriminellen tarnen sich als Finanzinstitut, alarmieren wegen einer dubiosen Buchung und verlangen die PINs und Passwörter. Häufig wird dabei sogar die korrekte Telefonnummer der Filiale angezeigt, um die Menschen zu verunsichern und in Angst zu versetzen. Meistens handelt es sich um Summen von weniger als 1.000 Euro.
Gefühlskalte Abzocke: Der falsche Sohn und die Liebesfalle
Als extrem hinterhältig gilt der „Sohn-Trick“. Eine Person bekommt eine SMS von einer fremden Nummer: „Mama, ich hatte ein Problem mit meinem Handy und musste es wechseln. Das ist jetzt meine neue Nummer.“ Wenig später kommt dann die Aufforderung, schnell Geld zu überweisen.
Auf eine ähnliche Weise funktioniert die sogenannte Liebesfalle. Die Betrüger spähen in Online-Foren gezielt nach einsamen, angreifbaren Menschen. Über einen langen Zeitraum wird eine gefühlsmäßige Beziehung hergestellt, häufig unter Verwendung von Bildern attraktiver, aber gefälschter Profile. Danach wird eine Notlage, wie zum Beispiel ein Unfall, vorgetäuscht und um finanzielle Hilfe gebeten. Sobald Geld fließt, verlangen sie Nachschub.
Auch Unternehmen und Behörden im Fadenkreuz
Selbst Firmen werden zu Zielscheiben. Bei der „Man-in-the-Middle“-Attacke schleusen sich die Kriminellen in die E-Mail-Kommunikation ein und tauschen unmittelbar vor einer Transaktion die Bankverbindung aus. Auf den Balearen sind auf diese Art bereits enorme Beträge gestohlen worden, darunter sechs Millionen Euro bei einem Bootskauf.
Ransomware stellt ein zusätzliches Risiko dar. Hierbei wird die IT-Infrastruktur einer Firma mit schädlicher Software lahmgelegt. Anschließend fordern die Kriminellen ein Lösegeld, um die Systeme wieder freizuschalten. Auf Mallorca hat es sogar schon Rathäuser getroffen. Der eindringliche Aufruf von Segade lautet: „Zahlen Sie niemals. Denn wenn Sie zahlen, werden sie noch mehr Geld verlangen, und trotzdem bekommen Sie die Kontrolle über Ihre Computer nicht zurück.“
Der Sergeant hat für alle Geschädigten eine zentrale Nachricht: Melden Sie den Vorfall umgehend bei der Polizei. „Das gibt uns die Möglichkeit, die Konten zu sperren, auf die das ergaunerte Geld überwiesen wurde, bevor sie leergeräumt werden. Jede Stunde zählt.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
