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Bergisch GladbachNach Tod von Frau (†46): Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefehl

Ein Bestatter im Einsatz

Bestatter holen die Leiche der Frau (46) ab, die in der Nacht zu Dienstag (14. Februar 2023) in ihrer Wohnung in Bergisch Gladbach-Hand gefunden wurde. Das undatierte Symbolfoto zeigt einen Bestatter nach einem Todesfall in Hannover.

Eine Frau ist in einer Wohnung in Bergisch Gladbach tot aufgefunden worden. Im Fokus der Ermittlungen: ihr Ex-Lebensgefährte. 

Nach dem Fund einer toten Frau (46) in der Nacht zu Dienstag (14. Februar 2023) in ihrer Wohnung im Ortsteil Hand gilt ihr Ex-Lebensgefährte als dringend tatverdächtig. Die Staatsanwaltschaft hat gegen ihn Haftbefehl beantragt. 

Das gab Ulrich Bremer, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, am Mittwoch gegenüber EXPRESS.de bekannt. Es gehe um den dringenden Verdacht der Körperverletzung – mutmaßlich begangen zwischen dem 6. und 13. Februar. Ein vorläufig festgenommener Bekannter (49) der Toten befindet sich hingegen wieder auf freiem Fuß. 

Bergisch Gladbach: Tatverdächtiger wollte sich Verhaftung widersetzen

Der Ex-Lebensgefährte soll die 46-jährige Frau geschlagen haben. Darüber hinaus soll er in ihrer Wohnung ihren Bekannten am Montag (13. Februar) körperlich attackiert und mit Pfefferspray besprüht haben. 

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Deswegen war die Polizei gegen 16 Uhr wegen häuslicher Gewalt alarmiert worden. Die Einsatzkräfte nahmen den Ex der Frau fest. Als sie ihn gefesselt aus der Wohnung führten, soll der 52-Jährige versucht haben, sie zu treten, um sich der Verhaftung zu widersetzen. Die Staatsanwaltschaft begründet daher ihren jetzigen Antrag auf Haftbefehl mit Fluchtgefahr.  

Bergisch Gladbach: Tatverdacht zunächst gegen Bekannten der Toten

Was den Fall zunächst mysteriös wirken ließ: Die Frau verstarb schließlich in der Nacht zu Dienstag gegen 1.30 Uhr – also rund neun Stunden nach den mutmaßlichen Schlägen durch den Ex-Lebensgefährten. Der Verdacht fiel daher zunächst auf ihren Bekannten, der sich in der Wohnung befand. 

„Der Bekannte der Geschädigten ist zwischenzeitlich aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen worden, da gegen ihn kein dringender Tatverdacht wegen eines körperlichen Übergriffes mehr besteht“, erklärte Ulrich Bremer von der Staatsanwaltschaft. 

Inzwischen wurde der Leichnam der 46-Jährigen obduziert. Demnach war die Todesursache eine innere Verletzung. Ob diese auf einen körperlichen Angriff des Ex-Lebensgefährten zurückzuführen ist, ist aber noch unklar. Bremer: „Es sind daher weitere aufwendige rechtsmedizinische Untersuchungen in Auftrag gegeben worden.“ 

Insofern bestehe derzeit gegen den 52-Jährigen kein dringender Tatverdacht wegen eines Tötungsdeliktes oder wegen Körperverletzung mit Todesfolge, erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft. (iri, gr)