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Fußball-Szene trauert um Toten (†18) Ex-Fortuna-Talent ist das Opfer von der Zülpicher Straße

Todesopfer von der Zülpicher Straße schaut in die Kamera.

Der 18-Jährige, hier auf einer privaten Aufnahme, war leidenschaftlicher Fußballer. Hier ist er mit einem Trikot des AC Mailand zu sehen.

Das Todesdrama von der Zülpicher in der Nacht auf Samstag hat Köln schockiert. Jetzt ist klar: Bei dem toten 18-Jährigen handelt es sich um einen jungen Fußballer, der unter anderem bei Fortuna Köln aktiv war.

Köln. Der Schock sitzt auch einen Tag nach der Tat noch immer tief: Am Samstagmorgen (31. Juli) war auf der Zülpicher Straße in Köln ein 18-jähriger Mann ums Leben gekommen.

Polizei und Rettungswagen auf der Zülpicher Straße in Köln.

Schreckliche Szene auf der Zülpicher Straße: In der Nacht zu Samstag (31. Juli) wurde hier ein 18-Jähriger getötet.

Gegen 2.30 Uhr war auf der Kölner Partymeile ein Streit eskaliert, an dessen Ende das Opfer mit einem spitzen Gegenstand so schwer verletzt wurde, dass auch die Ärzte sein Leben nicht mehr retten konnten. Der 18-Jährige verstarb im Krankenhaus. Ein 16-Jähriger gilt als dringend tatverdächtig, er wurde von der Polizei festgenommen. Ein Haftbefehl wurde erlassen.

Tod auf Zülpicher Straße: Opfer war talentierter Nachwuchskicker

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Mittlerweile ist klar: Bei dem Toten handelt es sich um Nick (Name von der Redaktion geändert) aus der Kölner Südstadt. 

Das Todesdrama von der Zülpicher Straße: Es ist das viel zu frühe Ende eines jungen Lebens. Nick war beliebt, hatte viele Freunde. Ein Grund war seine ambitionierte Karriere als Amateur-Fußballer. Der Kölner spielte unter anderem für den SV Deutz 05, auch bei Fortuna Köln. Zuletzt war er im Kölner Umland beim 1. FC Düren zu Hause.

18-Jähriger spielte zuletzt beim 1. FC Düren, vorher bei Fortuna Köln

Bereits am Samstagnachmittag hatte der 1. FC Düren den Tod seines Jugendspielers bestätigt und in einer Meldung, unterzeichnet von Mario Kuckertz (Geschäftsführer) und Holger Peters (Sportlicher Leiter Junioren), emotionale Worte gefunden. „Unsere Gedanken und unser großes Mitgefühl gelten in diesen schweren Stunden seiner Familie und engen Freunden. Ebenso denken wir an die Spieler unserer U19, denen wir in dieser Situation jegliche Unterstützung und Halt geben werden“, schrieb der Verein auf Facebook.

EXPRESS.de sprach mit Kumpel Atakan, der Nick schon seit der Kindheit kannte. „Er war verrückt, lebensfroh, liebenswert. Mit ihm konnte man Pferde stehlen. Er war extrem beliebt bei allen, die er kannte”, sagt der 19-Jährige. Das Fußballspielen lernten beide gemeinsam auf einem Bolzplatz in der Südstadt. „Wir haben immer so getan, als sei er Ronaldinho und ich Kaka”, erinnert sich Atakan.

Kumpel erinnert sich an gemeinsame Zeiten in der Südstadt

Die beiden Freunde gingen auf benachbarte Schulen, verloren nie den Kontakt. Sogar am Samstag, wenige Stunden vor der Tat, trafen sie sich, umarmten sich, wechselten einige Worte. Das kurze Treffen sollte das letzte Mal sein, dass die jahrelangen Freunde sich sehen.

Neben dem Fußball galt Nicks zweite Leidenschaft der Musik. Er liebte Rap-Musik, zeigte sein eigenes Talent regelmäßig auf Instagram. Erst vor wenigen Tagen hatte er sein letztes Video geteilt, das ihn auf der Straße in Köln bei einem Rap zeigt. Über 100.000 Aufrufe hat das Video.

Toter von der Zülpicher Straße zeigte sich gerne als Rapper

Doch unter das musikalische Lob seiner Freunde mischt sich in den Kommentaren nun auch Trauer. „Er wäre noch groß raus gekommen. Ruhe in Frieden”, schreibt ein User. Viele andere hinterlassen das obligatorische RIP („Rest in peace”; dt.: Ruhe in Frieden).

Trauerstelle mit Fotos, Blumen und Kerzen nach Tötungsdelikt an der Zülpicher Straße.

Am Tatort an der Zülpicher Straße haben Trauernde Blumen, Kerzen und Bilder für den getöteten 18-Jährigen aufgestellt.

„Er war ein super Junge. Wir können es nicht fassen”, sagt Atakan gegenüber EXPRESS.de. Gemeinsam mit den anderen Freunden Fabio, Seyit, Jasen und Mehmet ist er zum Tatort an der Zülpicher Straße gekommen, um dort zu trauern.

Ihre Fragen kann aktuell niemand beantworten: Wie konnte es so weit kommen? Wie konnte die Lage dermaßen eskalieren? Atakan hat – aus bitterer eigener Erfahrung – eine Erklärung. „2016 haben mich acht Typen an den Rheintreppen attackiert und mit Flaschen geschlagen. Ich wäre selbst fast gestorben. Die Jugendlichen werden heute einfach immer krasser.”

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