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Wieder Warten am DomKölner Luxus-Hotel: Eröffnung 2026 geplatzt

Vor dem Dom-Hotel wird ein Bodenbelag entfernt und der Bauzaun weiter abgebaut.

Copyright: Alexander Schwaiger

Vor dem Dom-Hotel wird ein Bodenbelag entfernt und der Bauzaun weiter abgebaut. 

Die Fassade des Kölner Dom-Hotels glänzt, doch die Eröffnung 2026 ist geplatzt.

Die Fassade ist fertig, doch der Teufel steckt im Detail. Weil die offiziellen Prüfungen auf sich warten lassen, verschiebt sich die Eröffnung des Kölner Prestige-Objekts erneut.

Wer am Roncalliplatz entlanggeht, könnte meinen, es sei fast geschafft. Seit etwa zwei Monaten präsentiert sich das Dom-Hotel ohne die meisten Bauzäune, die Fassade des Traditionshauses glänzt. Erste Geschäfte sind schon da, die Container weg. Doch der schöne Schein trügt gewaltig. Die Eröffnung, die man für Ende 2026 erhofft hatte, platzt erneut. Aller Voraussicht nach wird es nun 2027. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Wasserrohrbruch und Elektrik-Chaos?

Am Dienstag kam die ernüchternde Nachricht vom Eigentümer, der Bayerischen Versorgungskammer (BVK). Die offiziellen Bauabnahmen sind jetzt erst für das dritte Quartal dieses Jahres geplant.

Ursprünglich sollten sie zu diesem Zeitpunkt längst durch sein. Ein Sprecher der BVK begründete die Verzögerung: „Die Fertigstellung der noch ausstehenden Restleistungen sowie die Beseitigung der Mängel in den haustechnischen Gewerken, die für die baubehördliche Abnahme erforderlich sind, haben sich verzögert“. Deshalb konnte die Prüfung des Baus nicht wie vorgesehen stattfinden.

Gerüchte, die in Köln die Runde machen, heizen die Stimmung an. Es ist die Rede von einem massiven Wasserschaden auf einer schon fertigen Etage und von Schwierigkeiten mit der Elektrik. Der Sprecher der BVK wollte sich dazu nicht äußern. Der Plan für die Zukunft klingt vertraut: Nach den behördlichen Prüfungen soll ein Probebetrieb starten, bevor das Haus offiziell an die Althoff Hotels übergeben wird. Konkreter wird die BVK nicht: „Eine zeitliche Abschätzung können wir hierzu derzeit nicht vornehmen.“

Eines ist jedoch klar, wie der Sprecher der Versorgungskammer betonte: „Die Eröffnung sehen wir aber nicht mehr in diesem Jahr“. Damit ist der nächste Zeitplan Makulatur. Ursprünglich sollte das Fünf-Sterne-Haus sogar schon 2025 seine Türen öffnen. Für die Betreiber, die Kölner Althoff-Gruppe, bedeutet die Verzögerung eine lange Wartezeit. Sie kann das Personal erst nach der offiziellen Übernahme einstellen und benötigt dann rund sechs Monate, um die Mitarbeiter einzuarbeiten und den Hotelbetrieb hochzufahren.

Luxus-Shopping läuft schon an

Während im Hotel Stillstand herrscht, tut sich im Erdgeschoss einiges. Der Kölner Juwelier Gadebusch gab am Dienstag bekannt, dass er zum Jahreswechsel eine 220 Quadratmeter große Rolex-Boutique Richtung Roncalliplatz eröffnen wird. Links neben dem Haupteingang ist schon vor Monaten der Kofferhersteller Rimowa eingezogen. Und rechts vom Eingang wird, wie bereits im März 2025 verkündet, die Modemarke Gucci ihre Pforten öffnen.

Antonija Marić, die Geschäftsführerin von Gadebusch, verspricht ein einladendes Konzept: „Die Boutique wird ohne vorherige Terminvereinbarung zugänglich sein und bietet damit bewusst Spontanbesuche für Kundinnen und Kunden aus Köln, der Region sowie für die zahlreichen Gäste der Domstadt an“. Auch Frank Marrenbach, CEO bei der Althoff-Gruppe, freut sich über den Neuzugang: „Die Wiedereröffnung des Dom-Hotels ist eng mit der Entwicklung des gesamten Quartiers verbunden. Dass das Familienunternehmen Gadebusch Teil dieses neuen Kapitels wird, unterstreicht die Bedeutung dieses hochwertigen Retail-Umfeldes für die Stadt Köln.“

Das Traditionsunternehmen Gadebusch gibt es in Köln bereits seit 1947. Neben dem Hauptgeschäft in der Breite Straße betreibt die Firma auch die Tudor Boutique am Wallrafplatz und das Gadoro Stilreich an der Mittelstraße. Im Dom-Hotel-Komplex befindet sich Gadebusch in bester Gesellschaft: Auch die Luxusmarken Louis Vuitton, Longchamp und Swarovski sind dort bereits vertreten. (red)

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