Erneuter Demo-Aufruf vom Netzwerk um den Leverkusener Rechtsextremen Markus Beisicht. Ein Kölner Bündnis hält dagegen.
Verkehrschaos drohtPro-Russland-Demo will über die Deutzer Brücke ziehen

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Pro-Russland-Demonstration am 24. Februar 2024 mit der Aktivistin Elena Kolbasnikova und ihrem Ehemann Max Schlund auf dem Kölner Rudolfplatz.
Volles Demo-Programm in Köln: Für Samstag, 7. November, sind zahlreiche Demonstrationen angemeldet. Die größte startet auf der Deutzer Werft. Dort wollen pro-russische Aktivisten unter dem Titel „Für den Frieden mit Russland“ durch die Stadt ziehen. Ein Kölner Bündnis hält dagegen und ruft zur Gegenkundgebung auf dem Heumarkt auf.
Außerdem angemeldet sind eine Demonstration „Gegen Hinrichtungen im Iran“ auf dem Breslauer Platz und eine Kundgebung zum mexikanischen „Día de los Muertos“ („Tag der Toten“) in Ehrenfeld, bei der rund 100 Menschen erwartet werden.
Demo könnte zu Verkehrschaos führen
Die weitreichendsten Auswirkungen dürfte der pro-russische Aufmarsch haben. 200 Personen sind angemeldet, los geht es um 12 Uhr am Deutzer Ufer. Von dort wollen die Demonstrierenden über die Deutzer Brücke bis zum Neumarkt marschieren – und wieder zurück. Gesperrt werden müsste dafür nicht nur die Brücke, sondern auch die Pipinstraße bzw. Cäcilienstraße. Schluss sein soll um 18 Uhr. Die Folge am Samstagmittag: In der Kölner City dürfte es zu einem Verkehrschaos kommen.
Neu ist so eine Kundgebung in Köln nicht. Das Netzwerk „Aufbruch Frieden-Souveränität-Gerechtigkeit“ mobilisiert immer wieder zu solchen Demonstrationen, in der Vergangenheit mehrfach auch als Autokorso. Häufig kamen deutlich weniger Unterstützer als angemeldet.
Die Köpfe hinter dem Netzwerk sind der Leverkusener Rechtsextreme Markus Beisicht und die Aktivistin Elena Kolbasnikova. Das Netzwerk rechtfertigt den russischen Angriffskrieg sowie autoritäre Positionen.
Ein Kölner Bündnis ruft von 11.30 Uhr bis 17 Uhr auf dem Heumarkt zur Gegen-Demo auf. Angemeldet sind 50 Personen unter dem Motto „Keine russische Kriegspropaganda in Köln“. „Köln gegen Rechts“, „Freies Russland NRW“, „Klare Kante“ und „City of Hope Cologne“ wenden sich gegen „russische Kriegspropaganda und extrem rechte Ideologien“. Der Vernichtungskrieg gegen die Ukraine solle unter dem Deckmantel einer „Friedensinitiative“ verharmlost sowie demokratische Werte angegriffen werden. (red)
