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Massencrash in Köln-DeutzNeue Details über Unfallfahrer (28) – ärztliche Behandlung in Bonn

Nach dem Unfall in Köln-Deutz türmen sich die Unfallfahrzeuge am Straßenrand. Der 28-Jährige war mit einem Audi RS Q3 unterwegs.

Nach dem Unfall in Köln-Deutz am 18. August 2023 türmen sich die Unfallfahrzeuge am Straßenrand. Der 28-Jährige war mit einem Audi RS Q3 unterwegs.

In Köln-Deutz ist es am Freitagabend zu einer Kollision mit zehn Fahrzeugen gekommen. Die Kölner Staatsanwaltschaft äußert sich mit neuen Details.

Die Polizei meldet nach dem schweren Unfall in Köln-Deutz am Freitagabend (18. August 2023) Vollzug: Der Unfallverursacher, ein 28-jähriger Mann, ist verhaftet worden. Der böse Verdacht: Der Crash soll die Folge eines illegalen Straßenrennens gewesen sein!

Gegen 20.20 Uhr soll der Audi-Fahrer (ein gemieteter RS Q3) mit weit überhöhter Geschwindigkeit vom Deutzer Bahnhof in Richtung Justinianstraße gefahren sein. Die Unfallstelle befindet sich in der Nähe der Lanxess-Arena.

Massenkarambolage nahe Lanxess-Arena: 28-Jähriger verursacht schlimmen Unfall

Laut Aussagen von Zeuginnen und Zeugen habe er dabei eine rote Ampel missachtet und sei ungebremst auf die an der Kreuzung Justinianstraße bei „rot“ wartenden Fahrzeuge geprallt.

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Die Folge: Der Q3 hob ab und blieb auf dem Dach eines Renault Twingos liegen. Etwa zehn weitere Autos wurden bei der Kollision ineinandergeschoben und verkeilt. Fotos von der Unfallstelle belegten die Heftigkeit der Massenkarambolage. Die Fahrzeuge wurden zum Teil massiv beschädigt.

Neben dem Verdacht auf ein Straßenrennen prüft die Polizei nach eigenen Angaben auch einen internistischen Grund für den Unfall. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen. Der Audi und drei Handys wurden beschlagnahmt.

Laut „Bild“ soll der 28-Jährige zum Zeitpunkt des Unfalls mit mehr als 100 km/h unterwegs gewesen sein. Die Polizei bestätigt das bisher nicht.

„Der Beschuldigte befindet sich – möglicherweise nur vorübergehend – in Bonn zur Durchführung einer ärztlichen Behandlung“, erklärt Ulrich Bremer, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, am Montag (21. August) gegenüber EXPRESS.de.

Vor diesem Hintergrund würden sich die Ermittlungen auch auf den gesundheitlichen Zustand des Beschuldigten zum Zeitpunkt des Vorfalls erstrecken, ergänzt die Staatsanwaltschaft.

Kölner Unfall: Ergebnis der Blutuntersuchung steht noch aus

Eine chemisch-toxikologische Blutuntersuchung, auch mit Blick auf etwaige Medikamenteneinnahmen, sei in Auftrag gegeben worden.

Der 28-Jährige hat sich bisher nicht zu dem Unfall geäußert. Er macht von seinem Schweigerecht Gebrauch und lässt sich anwaltlich vertreten.

Zum weiteren Ermittlungsstand heißt es: Die beschlagnahmten Mobiltelefone müssten ausgewertet werden, zudem werde derzeit der Wagen des Beschuldigten „ausgelesen“.

Ferner würde ein Unfallrekonstruktions-Gutachten in Auftrag gegeben. Des Weiteren würden Zeugen sowie Zeuginnen vernommen.

14 Verletzte nach Unfall in Köln-Deutz

Nach aktuellem Stand gab es insgesamt 14 Verletzte, alle 14 mussten ins Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Samstag (19. August) mitteilte. Zwei Verletzte blieben in stationärer Behandlung – der 28-jährige Unfallverursacher sowie die Twingo-Fahrerin (30). Zu der Schwere der Verletzungen liegen am Montag keine weiteren Erkenntnisse vor.

Eine Person war in einem der Fahrzeuge eingeklemmt. Sie konnte zügig durch die Feuerwehr befreit werden. Die Leitstelle der Feuerwehr war durch zahlreiche Notrufe informiert worden. Unterschiedliche Meldungen erschwerten zunächst die Einordnung der Unfallsituation.

Der Einsatz lief bis in die Nacht: Um 1.50 Uhr wurden laut dem Polizeisprecher alle Sperrmaßnahmen an der Unfallstelle wieder aufgehoben.

Die Beleuchtungseinheit der Freiwilligen Feuerwehr Köln leuchtete die Einsatzstelle für die Unfallaufnahme der Polizei aus. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 50 Einsatzkräften und 17 Fahrzeugen im Einsatz.

Unfall nahe der Lanxess-Arena: Verkehrsbehinderungen bei der KVB

Durch den Unfall kam es rund um die Lanxess-Arena zu Verkehrsbehinderungen. Auch die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) waren betroffen.

Die Linie 3 fuhr in beiden Richtungen über den Wiener Platz, Ebertplatz, Dom und den Friesenplatz. Die Linie 4 war nur zwischen Bocklemünd und der Suevenstraße beziehungsweise Schlebusch und Koelnmesse unterwegs. (mt/ls/susa/afp)