Ein todkranker Hund wurde in Köln ausgesetzt gefunden.
„Manchmal schwer, hier zu arbeiten“Kölner Tierheim mit erschütterndem Posting

Copyright: Tierheim Köln-Dellbrück
Der 16-jährige Mio wurde einfach ausgesetzt. Im Tierheim musste er eingeschläfert werden.
Aktualisiert
„Manchmal ist es verdammt schwer, hier zu arbeiten und alles auszuhalten, was hier so passiert. Heute war ein solcher Tag.“
Mit diesen erschütternden Worten macht das Tierheim Köln-Dellbrück einen Fall öffentlich, der selbst die erfahrensten Mitarbeitenden fassungslos macht.
Gelähmter Rüde hilflos zurückgelassen
Passanten und Passantinnen hatten am Rosenmontag in Köln-Deutz einen Hund in einer hilflosen Lage entdeckt. Der Rüde war am Ottoplatz mit seiner Leine einfach an eine Laterne gebunden worden – ganz offensichtlich hatte man ihn dort zurückgelassen. Die alarmierte Feuerwehr brachte das Tier aufgrund seines schlechten Zustands erst in eine Tierklinik, bevor es am folgenden Tag ins Dellbrücker Tierheim kam.
Was die Tierpflegerinnen und Tierpfleger dort sahen, beschreiben sie als „unfassbar schlimm“. Der Rüde, 16 Jahre alt und mit dem Namen Mio, war „multimorbide“. Er litt unter Lähmungen, konnte nicht mehr von selbst aufstehen, war inkontinent und hatte mehrere Wucherungen, etwa an der Brust. Dabei kann es sich um harmlose Fettgeschwulste, aber auch um bösartige Tumore handeln.
„Wir konnten ihm nur noch helfen, indem wir ihn gehen ließen“
Das Tierheim berichtet, dass der Hund bei jeder Berührung Schmerzen hatte. Sprecherin Sylvia Hemmerling erklärte gegenüber unserer Redaktion: „Das hatte er nicht erst seit gestern.“ Nach einer gründlichen Untersuchung traf die zuständige Tierärztin eine schwere Entscheidung. „Wir konnten ihm nur noch helfen, indem wir ihn gehen ließen.“ Für das gesamte Team sei dies ein „schwerer und tieftrauriger Schritt“ gewesen.
Zurück bleibt Fassungslosigkeit. „Wir finden keine Worte dafür, wie man einen derart hilflosen Hund seinem Schicksal überlassen kann.“ Obwohl Mio gechipt und registriert war, was seinen Namen verriet, sind die Besitzer unbekannt. Das kann passieren, wenn ein Halter oder eine Halterin wechselt, umzieht oder die Kontaktdaten löschen lässt. Das Tierheim bittet nun die Bevölkerung um Hinweise, um den Fall aufklären zu können.
In den sozialen Medien ist die Anteilnahme riesig. „Ich könnte nur noch schreien vor Hilflosigkeit solch Unmenschen gegenüber“, schreibt eine Nutzerin auf Facebook. Eine andere kommentiert: „Mir sind beim Lesen echt die Tränen gekommen.“ Ein weiterer Kommentar lautet: „So entsetzlich traurig.“
Hund ausgesetzt: Diese Strafen drohen
Das Aussetzen eines Hundes ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro bestraft werden. Der Bußgeldkatalog zur Tierquälerei verdeutlicht zudem die Härte solcher Vergehen: Wer einen Hund misshandelt oder gar tötet, begeht eine Straftat nach § 17 Tierschutzgesetz. Hier droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren sowie ein Verbot, erneut Tiere zu halten.
Auch wer als Besitzer oder Besitzerin seinen Hund nicht füttert oder unzureichend pflegt, macht sich laut Tierschutzgesetz strafbar. Dies wird ebenfalls mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, dem Entzug des Tieres und einem erneuten Haltungsverbot geahndet. Schon der Versuch oder die fahrlässige Misshandlung gelten als Ordnungswidrigkeit und können mit bis zu 25.000 Euro Bußgeld, dem Entzug des Tieres und einem Verbot der Tierhaltung bestraft werden (red).
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

