Zehntausende feierten, doch für die Einsatzkräfte gab es viel zu tun.
Wildpinkeln, Testkäufe, FalschparkerStadt zieht erste Bilanz zum Rosenmontag

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Zahlreiche Mitarbeitende vom Kölner Ordnungsamt sind an den Karnevalstagen im Einsatz. Hier an Weiberfastnacht auf der Zülpicher Straße.
Aktualisiert
Für die Jecken hätte der Rosenmontag kaum besser beginnen können: Pünktlich zum Start des Kölner Rosenmontagszuges um 10 Uhr zeigte sich sogar kurz die Sonne am Himmel. Obwohl das Wetter nicht durchgehend mitspielte, strömten Zehntausende zum Höhepunkt des Karnevals auf die Straßen.
Am Montagnachmittag veröffentlichte die Stadt ein erstes Zwischenfazit, das überwiegend positiv ausfiel. Die rund 250 Einsatzkräfte des Ordnungsamtes hatten dennoch alle Hände voll zu tun.
Rosenmontag in Köln: Stadt zieht Bilanz
Im Rahmen des Jugendschutzes wurden vom Ordnungsamt bis 13.30 Uhr 250 Jugendliche erwischt, die unerlaubt Alkohol bei sich trugen und diesen abgeben mussten. Zudem mussten sich 159 Jugendliche von Tabakwaren oder E-Zigaretten trennen. Vier hilflosen Personen wurde geholfen und zehn Wildpinklerinnen und Wildpinkler müssen nun mit einem Bußgeld von bis zu 200 Euro rechnen.
Schon vor dem Straßenkarneval hatte das Ordnungsamt mit jugendlichen Testkäuferinnen und Testkäufern Kioske überprüft. Am Rosenmontag selbst wurden bis etwa 23 weitere Betriebe kontrolliert, wobei neun Verstöße festgestellt wurden. Einem Geschäft wurde bei einem Wiederholungsfall die Schließung angedroht.
Für die Mitarbeitenden des Verkehrsdienstes startete der Tag bereits kurz nach Mitternacht. Damit der Rosenmontagszug ohne Störungen verlaufen konnte, mussten zahlreiche Pkws abgeschleppt werden, deren Halterinnen und Halter die Karnevalsbeschilderung ignoriert hatten. Insgesamt wurden 56 Fahrzeuge entfernt, während 88 Halterinnen und Halter mit einer Verwarnung davonkamen.
Feuerwehr und Rettungsdienste verzeichnen ruhigen Verlauf
Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln sowie von Deutschem Roten Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe und der Firma Falck verlief der Rosenmontag bisher ruhig, wie die Stadt berichtete. An den Unfallhilfsstellen entlang des Zugweges, im Kwartier Latäng und am Notfallversorgungszentrum am Perlengraben gab es bis 14.30 Uhr 49 Hilfeleistungen. Drei der Patientinnen und Patienten waren jünger als 18 Jahre. Drei Personen mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Auch der allgemeine Einsatzdienst von Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Köln lag mit 187 Rettungsdiensteinsätzen und 28 Feuerwehreinsätzen unter den Zahlen eines normalen Wochentages. „Bis zum frühen Nachmittag gab es erfreulicherweise noch keine Meldungen über Übergriffe an den ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften“, so die Information der Stadt. (red)

