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CSD-Hammer in KölnSarah Engels ist der Top-Act beim diesjährigen Cologne Pride

Sarah Engels

Copyright: Jens Büttner/dpa

Vergangenes Wochenende erreichte sie Platz 23 im ESC-Finale, in knapp sieben Wochen singt sie beim CSD in Köln: Sarah Engels. (Archivbild)

ESC-Hoffnung Sarah Engels ist der Top-Act beim CSD Köln.

Vom ESC-Flop in Wien zur Mega-Ehre in der Heimat: Sarah Engels ist der gefeierte Top-Act auf der Hauptbühne des diesjährigen Cologne Pride. Für ihre Fans ist das eine absolute Hammer-Meldung!

Geplant ist die Show der Sängerin auf dem Heumarkt für den Abend des 5. Juli. Das ist exakt der Sonntag, an dem auch die gigantische Parade durch Kölns Zentrum rollt. Ein Termin, den man sich fett im Kalender markieren sollte.

Zusage kam schon vor der ESC-Nummer

Das ist der eigentliche Kniff: Die Verpflichtung von Sarah Engels als Haupt-Act wurde schon besiegelt, bevor überhaupt feststand, dass die Künstlerin 2026 für Deutschland beim Eurovision Song Contest ins Rennen geht. In den Vorjahren setzten die Veranstalter noch auf Bands wie Culcha Candela oder Tokio Hotel – jetzt also ein Solo-Superstar aus der Domstadt.

Der Kölner CSD hat ab diesem Jahr eine neue, übergreifende Parole, die vermutlich auch künftig beibehalten wird: «Für Queerrechte. Viele. Gemeinsam. Stark!» Verkündet wurde dies im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag in Köln.

Das sind die politischen Ziele der Demo

Aber beim CSD geht es um mehr als nur Party. Die Demonstration am 5. Juli (Start: 11.30 Uhr, Deutzer Brücke) verfolgt konkrete politische Anliegen. An erster Stelle steht die Ergänzung von Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes um die Merkmale der sexuellen und geschlechtlichen Identität.

Darüber hinaus verlangen die Organisatoren eine verlässliche Finanzierung für die so wichtigen Community- und Beratungsangebote, insbesondere in Zeiten klammer öffentlicher Haushalte. Ein weiterer Schwerpunkt ist ein effektiveres Vorgehen gegen Hassverbrechen und Hetze im Internet sowie im Alltag.

Kölns CSD: Die Nummer eins in Deutschland

Der Cologne Pride bezeichnet sich selbst als der größte Christopher Street Day (CSD) in der Bundesrepublik. Das Programm läuft über zwei Wochen (19. Juni bis 5. Juli) und umfasst mehr als 120 einzelne Veranstaltungen, von Feiern über Lesungen bis zu Diskussionsrunden. Das riesige Straßenfest steigt vom 3. bis zum 5. Juli.

Wer in diesem Jahr eine noch gewaltigere Pride-Veranstaltung erleben möchte, hat es nicht weit: Der diesjährige EuroPride und WorldPride wird in Amsterdam gefeiert (25. Juli bis 8. August), mit der berühmten Canal Parade am 1. August. Für viele aus NRW ist die niederländische Metropole zudem deutlich näher als die Bundeshauptstadt Berlin. (dpa/red)

Der CSD erinnert an den Aufstand der queeren Szene im Jahr 1969 in der Christopher Street in New York. Heutzutage geht es bei den farbenfrohen Umzügen rund um den Globus primär um die Sichtbarkeit und Gleichberechtigung von queeren Menschen, also von Lesben, Schwulen, Trans-Personen und allen anderen Mitgliedern der Community.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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