Woelkis Hochschule in Köln Geplante Priesterausbildung: Nachbarstadt-Uni mit heftiger Kritik 

Erzbischof Rainer Maria Woelki

Die Katholische Hochschule gilt als Lieblingsprojekt des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki

Brandbrief gegen die Woelki-Hochschule! Die Bonner Uni schießt gegen das Erzbistum.

Die Universität Bonn hat sich ausdrücklich gegen die Verlagerung der Priesterausbildung an die neue Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) gewendet.

„Die Exzellenzuniversität Bonn ist der Ort für eine hervorragende Priesterausbildung“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Rektorat, Senat und Hochschulrat der Uni Bonn. Die Priesterausbildung an der Universität Bonn macht einen weiteren Studienstandort überflüssig.

Brandbrief gegen Woelki-Hochschule: Uni Bonn fester Ort für Ausbildung 

Die Katholisch-Theologische Fakultät und die Evangelisch-Theologische Fakultät der Bonner Hochschule würden hervorragende Studienbedingungen anbieten und seien bestens eingebunden in die Exzellenzuniversität Bonn. „Die Ausbildung von Geistlichen hat ihren festen Ort an der Universität Bonn. Das Vorhaben einer eigenen kirchlichen Hochschule ist damit entbehrlich“, heißt es weiter.

Alles zum Thema Rainer Maria Woelki
  • Woelkis Hochschule in Köln Geplante Priesterausbildung: Nachbarstadt-Uni mit heftiger Kritik 
  • Positiv getestet Kölner Kardinal Woelki hat Corona – wie es um seine Gesundheit steht
  • „Ermutigt, diesen Schritt zu gehen“ Neuheit an Kölner Schulen: Kardinal Woelki lenkt ein
  • „Wenn der deutsche Adler flog“ Kölner Kultband mit klaren Worten zu Ukraine-Krieg und Woelki
  • Nächster Aufreger Vatikan über Kölner Kardinal Woelki: Vorgehen völlig in Ordnung
  • „Schizophren“ Kölner Komikerin Carolin Kebekus schießt hart gegen Kardinal Woelki
  • Chor-Protest gegen Woelki Palmsonntag singt nur Rumpfbesetzung im Kölner Dom
  • Wirbel um Kölner Kardinal Woelki sorgt mit Aussagen über Papst für Irritationen – Erzbistum reagiert
  • Kölner Kardinal Woelkis Stellvertreter zieht Konsequenzen – zunehmend in die Kritik geraten
  • Kölner Kardinal Wichtiges Gremium spricht über Woelki – Sitzung geht über zwei Tage

Die Universitätsgremien erklären ausdrücklich, dass das Theologiestudium für pastorale Dienste und Religionslehrenden gewollt sei und zum Selbstverständnis der Universität Bonn zählten: „Dabei unterstreichen die Gremien die bindende Bedeutung des Konkordats und der religionsverfassungsrechtlichen Verträge, in denen Bonn als der Ausbildungsstandort für Geistliche festgeschrieben ist.“

Katholische Hochschule in Köln gilt als Lieblingsprojekt von Woelki

Die Gremien verwahrten sich „gegen alle Versuche, die seit fast einem Jahrhundert geltenden Regelungen auszuhöhlen, und verweisen in diesem Zusammenhang auf die Kölner Hochschule für Katholische Theologie“. Unterzeichnet wurde die Erklärung für die Universität von Rektor Michael Hoch, Senatsvorsitzender Rainer Hüttemann und dem Vorsitzenden des Hochschulrats, Dieter Engels.

Die Katholische Hochschule gilt als Lieblingsprojekt des Kölner Kardinals Rainer Woelki. Kritiker vermuten, er wolle eine konservativ ausgerichtete Hochschule aufbauen und damit der eher liberalen staatlichen Uni Bonn Konkurrenz machen.

Zuletzt hatten der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und andere Medien berichtet, dass das Erzbistum derzeit mehr als drei Millionen Euro jährlich aus einem Sondervermögen für den Betrieb der KHKT aufwenden muss.

Veranschlagt waren nur 1,2 Millionen Euro. Zudem würden unter anderem bislang nicht berücksichtigte Pensionsrückstellungen weitere Risiken in Millionenhöhe bergen, für die das Erzbistum geradestehen müsste – notfalls mit Kirchensteuermitteln. (iri)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.