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Premieren-Party in Köln„Babylon Berlin“ strandet im Rheinauhafen

Schauspielerin Liv Lisa Fries und Schauspieler Volker Bruch präsentieren sich den Fotografen.

Copyright: IMAGO/Panama Pictures

Schauspielerin Liv Lisa Fries und Schauspieler Volker Bruch bei der NRW-Premiere der 5. und finalen Staffel der TV-Serie Babylon Berlin im Open Air Kino im Rheinauhafen.

Babylon Berlin – seit 2017 hält die Kultserie über den Kölner Kommissar Gereon Rath Deutschlands Krimifans in Atem. Jetzt feierte die fünfte und letzte Staffel im Rheinauhafen mit Stars und Ehrengästen große NRW-Premiere.

Premieren-Schauplatz war Freitagnacht (11. September) das stimmungsvoll illuminierte „Naturstrom Open Air Kino“ mit Blick auf Kranhäuser und Dom am Harry-Blum-Platz – und der offene Himmel öffnete immer mal wieder seine Schleusen, was die gute Laune im Publikum aber kaum verhagelte.

Denn die Gäste, viele kamen im modischen Vintage-Look der 20er und 30er Jahre, brachten die emotionalen Anmoderationen von Regisseur Tom Tykwer und Hauptdarsteller Peter Jordan (auch bekannt als Psychologe in „Achtsam morden“) in Stimmung - und der Auftritt von Max Raabe und Band mit den Babylon-Hits wie „Mir ist so nach dir“ und „Ein Tag wie Gold“ zum Mitwippen.

„Babylon Berlin“: nachdenkliche Worte auf Kölner Premieren-Party

Vor der Ausstrahlung der ersten vier Folgen auf Kinoleinwand (die komplette Staffel ist bereits in der ARD-Mediathek zu sehen) gab es aber viele nachdenkliche Töne. Etwa von Peter Jordan, der Schwarz trug, um, wie er sagte, das Aus der zeitgeschichtlich so wichtigen Serie zu betrauern.

Aber auch NRW-Medienminister Nathanael Liminski (CDU) sprach in Hinblick auf die jüngsten politischen Entwicklungen über den gesellschaftlichen Wert des Filmstoffs. Die Serie, die mit Hitlers Machtergreifung endet, könne zeigen, „wie es ist, wenn eine freie Gesellschaft in eine Diktatur abschweift.“

Liminski betonte: „Wehret den Anfängen ist gerade in diesen Zeiten eine wichtige Botschaft von Babylon Berlin.“ Dabei hätte ein Film mehr als jedes Buch „die Gabe, alle Sinne anzusprechen und einen tiefen Eindruck zu vermitteln.“

Großen Applaus gab es für die beiden Hauptdarsteller Volker Bruch und Liv Lisa Fries, die ebenso glücklich wie traurig auf die Dreharbeiten zurückschauten. Bruch bedankte sich besonders herzlich „für die tolle Zeit in Köln“, die sie bei den Karnevals-Dreharbeiten am Eigelstein (zu sehen in Folge 4) gehabt hätten.

Premieren-Party im Rheinauhafen, Menschen drängen sich vor einer Leinwand.

Copyright: Philipp J. Meckert

Das Kino im Rheinhaufen war bei der Babylon-Berlin-Premieren-Party gut gefüllt. Boote liegen teilweise immer noch im Matsch.

Bei allen emotionalen Ausführungen der Stars schwang die Vorstellung mit, dass Babylon Berlin auf seiner letzten Premieren-Station irgendwie im Rheinauhafen gestrandet ist. Eigentlich würden alle gerne wieder loslegen, doch es ist vorbei. Der BB-Dampfer steckt unabsehbar fest. So wie die Boote hinter der Leinwand, die durch das Niedrigwasser weiterhin im Matsch liegen.

Klar ist: Köln spielte in Babylon Berlin vor aber auch hinter den Kulissen eine starke Rolle – und bleibt damit ein großer Teil der Geschichte dieser national wie international ausgezeichneten Serie.

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