Riesen-Ärger in der Domstadt! Hunderte Fahrer gehen auf die Barrikaden. Es geht um ihre Zukunft.
Preis-Zoff in KölnUber-Fahrer schlagen Alarm: Drohen unbezahlbare Fahrten?

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Mietwagenfahrer halten bei einer Demonstration auf der Deutzer Werft Schilder mit der Aufschrift „Stoppt das Preisdiktat“ in den Händen.
Aufruhr in Köln! Hunderte wütende Fahrer machten am Montag auf der Deutzer Werft ihrem Ärger Luft.
Sie protestierten lautstark gegen die Pläne der Kölner Stadtspitze. Der Zankapfel: Die Preise für Mietwagen und Taxis sollen vereinheitlicht werden.
Existenzangst und ein Wut-Korso durch die City
Wer per App oder Telefon bucht, zahlt künftig dasselbe. Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) will das mit einer Allgemeinverfügung für fairen Wettbewerb durchboxen. Die großen Parteien im Stadtrat, Grüne, CDU und SPD, stehen hinter ihm.
„Wir fordern die Politik auf, die Mindestpreise fallen zu lassen und Lösungen im Sinne aller zu finden“, macht Thomas Mohnke, Co-Chef des Bundesverbands Wirfahren, klar. Unter den Mietwagenfahrern geht die Angst um, denn viele befürchten, dass ihre Arbeitsplätze gefährdet sind. Um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen, zog ein Autokorso von der Deutzer Freiheit quer durch die Kölner Innenstadt bis vor das Rathaus.
Die Verwaltung beabsichtigt einen neuen Tarif für Taxis, der Köln zur kostspieligsten Taximetropole der Bundesrepublik machen könnte. Teil des Pakets ist ein „Korridor“.
Dieser erlaubt es, den Taxipreis bei Vorbestellungen per Telefon oder App um maximal 20 Prozent zu senken. Gleichzeitig soll für Mietwagen zur Personenbeförderung, wie die von Uber und Bolt, ein Mindestentgelt eingeführt werden. Dieses liegt bei wenigstens 80 Prozent des normalen Taxipreises. Die Konsequenz, falls die Politik zustimmt: Ein Uber und ein Taxi würden bei einer App-Bestellung das Gleiche kosten, sobald der Taxi-Anbieter seinen 20-Prozent-Rabatt gewährt.
Taxi-Verband jubelt – Uber äußert rechtliche Bedenken
Auf der anderen Seite herrscht Freude. „Wir begrüßen das ausdrücklich, wir haben sehr lange dafür gekämpft“, so Aleksandar Dragicevic, Vorstand von Taxiruf-Köln.
Er fügt hinzu: „Für alle taxiähnlichen Dienstleistungen sollten die gleichen Regeln gelten.“ Die Hoffnung der Taxifahrer sei es, endlich einen gerechten Wettbewerb zu erhalten. Dieser sei bisher ausgeblieben, auch weil Mietwagenanbieter mit Dumping-Angeboten gegen geltendes Recht verstoßen hätten. (red)
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