Ein Politiker aus NRW, Nathanael Liminski (CDU), umgeht die neue Gebühr für den Kölner Dom. Während andere bald zahlen müssen, hat er freien Zugang – und einen lockeren Spruch auf den Lippen.
Neuer Dom-EintrittEin NRW-Minister ist fein raus – und sein Kommentar sorgt für Lacher

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Nathanael Liminski ist selbst Mitglied des Dombauvereins. (Archivfoto)
Für die meisten Besucher, ob Einheimische oder von weither, wird es bald teurer. Doch Nathanael Liminski, der Europaminister von NRW (CDU), hat einen Vorteil: Für ihn bleibt der Kölner Dom kostenfrei. Seine Mitgliedschaft im Dombauverein macht's möglich, wodurch die geplante Gebühr für ihn nicht gilt.
Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, witzelte der Politiker im Podcast „Apokalypse und Filterkaffee“ über seine Situation: „Es muss ja auch irgendwas Gutes haben, wenn man bekanntermaßen katholisch ist.“
Liminski erinnert an den Ablasshandel
Im Gespräch mit der Moderatorin Yasmine M'Barek legte Liminski nach und brachte eine geschichtliche Parallele ins Spiel. „Mit dem Ablasshandel hat man seinerzeit den Bau des Petersdoms gefördert. Heute ist man ehrlich, kürzt das ab und sagt: Wir brauchen das, um den Dom zu erhalten.“
Die Ausnahmeregelung für Menschen, die zum Beten oder für einen Gottesdienst kommen, findet er interessant. Er merkte schmunzelnd an: „Das gibt mir Hoffnung, dass die Besuchszahlen bei Gottesdiensten im Dom rasant steigen werden.“
Dom-Gebühr: Minister mit gemischten Gefühlen
Doch der Minister äußerte sich laut dpa auch ernsthaft und mit zwiespältiger Haltung. Es missfalle ihm grundsätzlich, wenn für den Besuch einer Kirche Geld gefordert wird.
Andererseits sei die Entscheidung bestimmt wohlüberlegt. Eine solche Gebühr mache den Leuten klar, welch immense Kosten die Instandhaltung dieses riesigen Bauwerks aus Sandstein verursacht.
Die Ankündigung kam vom Domkapitel am Donnerstag: Ab Juli wird der Zugang zum Inneren des Doms kostenpflichtig. Wie hoch der Preis sein wird, ist noch offen. Pro Jahr strömen etwa sechs Millionen Menschen in den Kölner Dom, bei der Mehrheit handelt es sich um Reisende. (red)
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