Ab Dienstag treffen sich die zerstrittenen Parteien zu Verhandlungen. Sollten diese erneut scheitern, droht Köln und NRW eine heftige Streikwelle.
Neue Verdi-VerhandlungenBei Scheitern drohen noch heftigere Streiks in Köln
Köln in der Streik-Zange. Seit dem 17. März müssen Kunden und Kundinnen des ÖPNV improvisieren, weil Busse und Bahnen streikbedingt in den Depots blieben. Die Geduld ist bei vielen ausgereizt.
Jetzt ist Durchatmen angesagt, denn am Dienstag (24. März) startet die nächste Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag im Nahverkehr. Während der dann beginnenden dreitägigen Verhandlungen wird es keine Arbeitskampfmaßnahmen geben, wie Verdi-Branchenkoordinator Lukas Frew sagt.
Streiks bis Freitag unwahrscheinlich – aber was droht danach?
Bislang hat die Gewerkschaft stets mit zwei Tagen Vorlauf über neue Arbeitskampfmaßnahmen im Nahverkehr informiert. Daher gelten weitere Streiks in dieser Woche als unwahrscheinlich – zumindest bis Freitag (27. März).
Wie es danach weitergeht, steht in den Sternen. Weitere, noch heftigere Streiks, sind nicht ausgeschlossen, sollten die Verhandlungen scheitern. „Es ist das letzte Signal der Beschäftigten an die Arbeitgeber, dass sie in der Verhandlungsrunde ein tragfähiges Angebot erwarten“, heißt es von Gewerkschaftsseite. Verdi kündigt an, dass sich die Intensität der Arbeitsniederlegungen erhöhen könnte. (Was die Arbeitnehmervertreter fordern, lest ihr hier.)
Und das würde vor allem Köln und NRW treffen, denn hier kamen die Tarifverhandlungen zuletzt nicht voran. Anders als in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hessen. Dort konnten bereits Einigungen erzielt werden.
Auslöser für die Warnstreiks, die schon in den vergangenen Tagen den Nahverkehr in diversen Städten betrafen, ist der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr. Dabei geht es um die Arbeitsbedingungen von etwa 30.000 Beschäftigten in mehr als 30 Nahverkehrsbetrieben in NRW. In zwei Verhandlungsrunden ist bislang keine Einigung erzielt worden. (mit dpa)


