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Gab es seit fast 100 Jahren nichtOB Burmester hat besonderen Plan für Köln

Torsten Burmester (SPD), Oberbürgermeister von Köln, steht als Bob der Baumeister auf dem Alter Markt bei der Weiberfastnacht.

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Torsten Burmester (SPD) präsentierte sich an Karneval als „Baumeister“. Nun will er einen wichtigen Posten wieder einführen. 

Ein Plan für Kölns Architektur: Ein neuer Top-Job wird nach fast 100 Jahren wieder vorgeschlagen.

Kölns Oberbürgermeister hat die Einrichtung einer neuen Position für das städtische Bauwesen angeregt. „Wir brauchen eine Vorstellung, wie unsere Stadt auch architektonisch aussehen soll. Und dazu gab es in der Vergangenheit mal eine gute Funktion, nämlich die des Stadtbaudirektors“, äußerte Torsten Burmester (SPD) beim Katerfrühstück am Aschermittwoch. Zu diesem hatten die Kölner Arbeitgeberverbände und Netcologne geladen.

Eine solche Position hat es in Köln seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Burmesters Vision für die Rolle: Der Stadtbaudirektor sei die Person, „der all das zusammengebracht hat, was sich in der Stadtgesellschaft entwickelt hat, der Tendenzen, Ideen aufgenommen hat und den Entwurf für mehrere Bauten zusammengeführt hat und auch die Innenstadt entwickelt hat“, so der Oberbürgermeister.

OB Burmester wünscht sich einen Stadtbaudirektor in Köln

„Wenn es eine Stelle gibt, die ich neu schaffen möchte, dann ist es die eines Stadtbaudirektors, weil damit architektonische Visionen Realität werden“, erklärte Burmester vor über 200 Vertreterinnen und Vertretern aus Unternehmen, Wirtschaft, Verwaltung, Medien und Politik im Kölner Pullman-Hotel.

Wie die Position genau gestaltet werden soll, ob sie den Baudezernenten ersetzen oder eine eigenständige Stabsstelle sein könnte, erläuterte Burmester am Mittwoch auf Nachfrage nicht näher. Als Oberbürgermeister kann Burmester eine solche Spitzenposition, die dem Dezernenten über- oder gleichgeordnet wäre, jedoch nicht im Alleingang schaffen. Dafür benötigt er die mehrheitliche Unterstützung des Stadtrates.

Zuvor hatte Frank Blase, Inhaber des Kölner Technologiekonzerns Igus, seine Idee von Köln als „Eldorado für moderne Architektur“ vorgestellt. Nach dem Vorbild von London und Mailand solle Köln kühne und ehrgeizige Bauvorhaben vorantreiben.

Hamburg als Vorbild für Köln

Als Vorbild könnte Hamburg dienen. Dort existiert eine Position mit dem Namen Stadtbaumeister. Im Jahr 2017 wurde bekannt, dass der damalige Kölner Dezernent für Stadtentwicklung, Franz-Josef Höing, in die Hansestadt wechselte, um diese Stelle zu übernehmen.

Aus historischer Sicht ist ein Stadtbaudirektor für Köln keine völlige Neuheit. Es ist jedoch eine sehr lange Zeit vergangen, seitdem eine Position mit diesem Titel in der Stadt existierte. Adolf Abel war der letzte Stadtbaudirektor Kölns. Der Architekt bekleidete das Amt von 1925 bis 1930.

Abel setzte Maßstäbe, die zum Teil bis heute das Stadtbild von Köln maßgeblich beeinflussen. Während seiner Amtszeit als Stadtbaudirektor entstanden die Kölner Messe, der Neubau der Universität, der damalige Flughafen Butzweiler Hof sowie das Müngersdorfer Stadion. Nach seinem Ausscheiden im Jahr 1930 gab es in Köln keine Stelle mehr, die ausdrücklich den Titel Stadtbaudirektor trug. Jedoch wurde der Generalplaner Rudolf Schwarz, der von 1946 bis 1952 den Wiederaufbau Kölns entscheidend voranbrachte, im Volksmund als Stadtbaudirektor bezeichnet.

Ein historischer Vorläufer des Stadtbaudirektors war der sogenannte Stadtbaumeister. An der Spitze des Kölner Bauwesens stand damals nur diese eine Person. Dieser Titel war insbesondere im 19. Jahrhundert in Köln verbreitet. Die oberste Leitung hat heute der Baudezernent inne, welcher einer der Beigeordneten ist. Diese Funktion wird als Wahlbeamter auf Zeit ausgeübt. Aktuell bekleidet Markus Greitemann (CDU, Dezernat für Planen und Bauen) dieses Amt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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