Vor dem Teil-Lockdown Mega-Chaos vor Sushi-Restaurant in Köln – Gäste stinksauer

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Schlange vor dem Sushi-Restaurant Nagoya auf den Kölner Ringen am 31.10.2020.

Köln – Chaos am Samstag (31. Oktober) vor dem Kölner Sushi-Restaurant „Nagoya“. Mitten auf den Ringen bildete sich kurz vor dem Lockdown eine lange Schlange vor dem beliebten Lokal.

Besonders krass: Alle Personen in der Mega-Schlange hatten einen Tisch reserviert. Trotz Reservierung mussten die Gäste über eine Stunde auf einen Tisch warten.

Das Sushi-Restaurant schien völlig überfordert mit dem Ansturm. „Alle hier in der Schlange haben reserviert, wir haben extra nachgefragt. Wir sind ehrlich gesagt total sauer. Wozu reserviert man denn?“, beschwerte sich Luisa Hein. Die Kölnerin wartete bereits 50 Minuten.

Köln: Abstände auf den Ringen konnten nicht eingehalten werden

Abstände konnten nur noch vereinzelt eingehalten werden. Durch plötzlichen Regen drängelte sich die Menschen unter Vordächer und Schirme.

Ein Mitarbeiter des Restaurants lief die Reihe ab und fragte nach Reservierungen, gab jedoch keine Informationen.

Eine weitere Angestellte erklärte: „Über unsere Website kann man nicht mehr buchen, aber viele haben das trotzdem gemacht. Die haben wir nicht in unserer Liste, aber sie haben Reservierungsbestätigungen.“

Köln: Restaurantbesucher stinksauer über Wartezeit

Klingt verwirrend? Das dachte sich auch Jonas Behrens, der vor der Schließung noch einmal mit seiner Familie essen gehen wollte: „Wenn ich das richtig verstehe, dann haben wir über die Website reserviert und Bestätigungen bekommen, aber eigentlich funktioniert das nicht mehr? Das ist nicht nachvollziehbar.“

Eine weitere Anfrage des EXPRESS ließ das Restaurant unbeantwortet.

Das „Nagoya“ war jedoch nicht das einzige Lokal, welches nur zwei Tage vor dem Lockdown-Light aus allen Nähten platzte. In der gesamten Innenstadt war die Hölle los.

Köln: Politiker Karl Lauterbach empört über Situation auf den Ringen

Auch Politiker Karl Lauterbach zeigte sich in den sozialen Medien empört über das Treiben auf den Ringen: „Ich war gestern Abend noch spät vor 22 Uhr in Köln unterwegs. Restaurants an den Ringen waren voll. Abstände oft nicht eingehalten. Lautes fröhliches Treiben. Auch Kneipen offen. Als ob Coronakrise zu Ende. Ganz klar: Mit Shutdown ab Montag wird es schwer, ohne wäre es unmöglich.“

Lauterbach sieht den Lockdown somit als einzige Möglichkeit, die ansteigenden Corona-Zahlen in Köln und ganz Deutschland wieder in den Griff zu bekommen.

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