Endlich mal eine gute Nachricht von der Deutschen Bahn. Auf der wichtigen Strecke zwischen Köln und Hagen sollen schon bald wieder Züge rollen.
Aufatmen für PendlerMonatelange Sperrung: Wichtige Kölner Bahnstrecke wird freigegeben

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Bei der Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Köln und Hagen beginnt allmählich die Schlussphase. (Archivbild)
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Monatelang war die wichtige Bahnstrecke zwischen Köln und Hagen dicht – eine Geduldsprobe für Tausende. Jetzt gibt es endlich ein konkretes Datum für die Wiedereröffnung. Doch bis dahin ist noch einiges zu tun.
Die Deutsche Bahn beabsichtigt, die Verbindung von Köln über Wuppertal nach Hagen planmäßig in weniger als vier Wochen wieder für den Verkehr zu öffnen. Laut Plan sollen die Züge ab dem Abend des 10. Juli wieder rollen.
Mega-Baustelle legte Verkehr lahm
Ein riesiger Fortschritt ist bereits sichtbar, denn gut 90 Prozent der Schienen und Stromleitungen wurden schon instand gesetzt. „Unser aller Ziel ist eine pünktliche Freigabe der Strecke für die Fahrgäste“, sagte Gesamtprojektleiter Arno Jaeger.
In der verbleibenden Zeit bis zur Eröffnung müssen laut Jaeger nun unter anderem die Bahnhöfe fertig modernisiert werden. „Außerdem steht die umfangreiche Abnahmeprüfung der gesamten Technik auf dem Plan“, fügte er hinzu.
Bei dieser kompletten Überholung handelt es sich um das aktuell umfangreichste Bauvorhaben der Bahn in NRW. Die Trasse zwischen Köln und Hagen, die für den Fern- und Regionalverkehr eine entscheidende Rolle spielt, ist aufgrund der fundamentalen Erneuerung von Schienen und Stationen seit Februar komplett dicht.
Züge des Fernverkehrs, beispielsweise von Köln in Richtung Berlin und Hamburg, müssen eine großräumige Umleitung durch das Ruhrgebiet nehmen. Für die Berufspendler in der Gegend wurden circa 200 Busse als Ersatz eingesetzt. Manche davon bedienen wie S-Bahnen sämtliche Haltestellen auf der Route. Andere verkehren als schnelle Expressbusse nur zwischen den größeren Bahnhöfen. Reisende meldeten jedoch wiederholt Schwierigkeiten, zum Beispiel weil die Ersatzfahrzeuge auf den Autobahnen im Verkehr feststeckten.
Kleine Entlastung: S-Bahnen rollen wieder
Eine erste kleine Erleichterung für Reisende gibt es schon: Die S-Bahn-Schienen von Düsseldorf über Wuppertal nach Hagen sind seit dem Wochenende wieder befahrbar. Da diese teilweise neben der blockierten Hauptstrecke liegen, ist der Betrieb für manche S-Bahnen und Regionalzüge auf dem Teilstück zwischen Düsseldorf und Hagen bis zum Abschluss der kompletten Sanierung wieder möglich.
Die Bahn rät allen Fahrgästen, sich in der Online-Auskunft zu informieren, wie ihre jeweilige Route trotz der Baumaßnahmen befahren wird. Alle Anpassungen seien dort hinterlegt.
Nach Beendigung der umfassenden Sanierung soll die Route zwischen Köln und Hagen, die von Fern-, Regional- und Güterverkehr stark genutzt wird, zuverlässiger und kapazitätsstärker sein, so das Versprechen der Bahn. Ausfälle und Verzögerungen sollen dadurch spürbar zurückgehen.
Neues Konzept verspricht jahrelang Ruhe
Auf dem Abschnitt zwischen Köln und Hagen wendet die Bahn erstmalig in Nordrhein-Westfalen ihre relativ neue Strategie der Generalsanierung an. Anstatt wie in der Vergangenheit den Bahnbetrieb durch zahlreiche kleine Baumaßnahmen mühsam am Laufen zu halten, erfolgt nun eine einmalige Vollsperrung.
Der Vorteil: Fahrgäste sollen danach über Jahre hinweg ohne Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten reisen können. Das nächste Vorhaben dieser Art ist bereits geplant: Im Juli 2026 beginnt die komplette Erneuerung der rechtsrheinischen Linie zwischen Troisdorf und Wiesbaden. (dpa/red)
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