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Nach Horror-Unglück in KölnWarum hielt das Geländer nicht? Stadt klärt auf

Nach dem Unfall, bei dem ein Pkw mit zwei Insassen in den Rhein stürzte, fragen sich viele: Warum hat das Geländer nicht Stand gehalten?

Der Fall sorgt für Fassungslosigkeit. Ein BMW mit zwei Insassen hat das Geländer an der Promenade durchbrochen und ist fünf Meter in den Rhein gestürzt – obwohl der Wagen laut Zeugenaussagen nur etwas schneller als Schrittgeschwindigkeit gefahren sein soll. 

Wie konnte das passieren? Warum hielt das Geländer nicht stand? EXPRESS.de bat am Montag (9. März) die Stadt um Stellungnahme. 

Stadt Köln: Unfallbereich ist Fußgängerzone

„Die Geländer am Rhein befinden sich in der Unterhaltung der Stadt Köln“, bestätigte Robert Baumanns vom städtischen Presseamt. Auf die Frage, warum das Geländer den Pkw nicht aufhalten konnte, stellt er klar: „Dieser Bereich ist für Pkw nicht freigegeben, es handelt sich um eine ausgewiesene Fußgängerzone, die auch für Fahrräder freigegeben ist.“

Baumanns weiter: „Die Geländer sind nicht für die Rückhaltung von Fahrzeugen ausgelegt.“

Grundsätzlich würden die Geländer regelmäßig besichtigt sowie alle drei Jahre nach DIN 1076 geprüft.

Diese Norm legt die Prüfung und Überwachung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen hinsichtlich ihrer Stand- und Verkehrssicherheit sowie Dauerhaftigkeit fest. Darunter fallen auch Brücken, Tunnel und Lärmschutzwände. 

Ein Geländer am Rhein ist abgesperrt.

Copyright: Ayhan Demirci

Hier durchbrach der BMW am späten Samstagabend (7. März 2026) das Geländer an der Kölner Rheinpromenade.

Der BMW war am späten Samstagabend (7. März) durch das Geländer in den Rhein gefahren. „Mit etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit“, wie Zeuge Fatih Aksüt (26) schilderte. Er rettete wenig später eine junge Frau (21), die mit im Pkw saß. Der Fahrer wurde durch Einsatzkräfte der Feuerwehr aus dem Wasser gezogen und musste reanimiert werden.

Warum der Pkw überhaupt an der Stelle in den Rhein gefahren ist, ist bislang unklar. Das am Montag (9. März) geborgene Fahrzeug wird jetzt von der Polizei genau untersucht.

Unter anderem wird geprüft, ob ein technischer Defekt vorlag. Auch wird die 21-Jährige zum Unfallhergang vernommen. Sie kam mit einem Schock davon. Der gleichaltrige Fahrer hingegen schwebt weiterhin in Lebensgefahr. 

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