Echt jetzt? „9-Euro-Ticket macht's möglich“: Kölner Fotograf mit unglaublichem Projekt

Der Kölner Fotograf Joachim Badura (hier in Nippes) fotografiert sämtliche KVB-Straßenbahnhaltestellen auf Kölner Stadtgebiet.

Der Kölner Fotograf Joachim Badura (hier in Nippes) fotografiert sämtliche KVB-Straßenbahnhaltestellen auf Kölner Stadtgebiet.

Der Kölner Fotograf Joachim Badura (66) hat sich ein besonderes Projekt auferlegt: Er fotografiert sämtliche KVB-Straßenbahnhaltestellen in Köln.

Hätten Sie gewusst, wie viele KVB-Straßenbahnhaltestellen es in Köln gibt? Er weiß es: „Ohne Doppellungen sind es insgesamt 293“, schmunzelt der Kölner Fotograf Joachim Badura.

Warum er das weiß? Er arbeitet derzeit an einem Foto-Projekt, das es so auch noch nicht gegeben hat: Er tourt mit seiner Kamera durch Köln und fotografiert tatsächlich sämtliche Straßenbahnhaltestellen der Stadt.

KVB Köln: Fotograf fotografiert alle Straßenbahnhaltestellen

„Die Idee hatte ich schon immer mal im Kopf“, erklärt Badura seine ungewöhnliche Passion gegenüber EXPRESS.de. Doppelungen entstehen zum Beispiel am Heumarkt, den mehrere Linien anfahren. Aber ein Umstand hat diese ungewöhnliche Idee in die Tat umsetzen lassen. „Das 9-Euro-Ticket macht’s möglich. Da habe ich mir gedacht, jetzt kann ich loslegen.“

Er fuhr zur KVB, die sofort grünes Licht gab. „Danke für die Erlaubnis, das war toll und unkompliziert.“ Badura darf alles fotografieren, aber nicht blitzen, um den laufenden Verkehr nicht zu gefährden.

Haltestelle Chlodwigplatz der Linie 17 in Köln.

Ein Beispiel aus dem Projekt: Joachim Badura fotografierte die unterirdische Haltestelle der Linie 17 am Chlodwigplatz in Köln.

Aber auf was kommt es ihm an? „Es geht mir nicht um Menschen, die ein- oder aussteigen. Vielmehr hat jede Haltestelle etwas Besonderes in Sachen Architektur. Deshalb fotografiere ich möglichst, wenn die Haltestelle leer ist.“

Und so sieht der Ablauf aus: „Ich setzte mich beispielsweise in die Linie 18 und steige an jeder Haltestelle aus und mache Fotos. Das kann unter anderem auch mal sechs Stunden dauern.“ Am längsten hat er für die Linie 1 gebraucht – 32 Haltestellen waren kein Pappenstiel.

Die schönste Haltestelle Kölns hat der Mann, der sich insbesondere im Kölner Karneval einen Namen gemacht hat, noch nicht ausgemacht. „Das kann ich noch nicht sagen. Vielleicht eher die neueren Haltestellen in der Südstadt.“

Was letztlich aus seinem Projekt wird, steht noch in den Sternen. Seit gut drei Wochen ist Joachim Badura schon unterwegs und ist bald durch mit den Haltestellen. Was er aber jetzt schon sagen kann: „Es macht unglaublich Spaß. Jede Haltestelle hat ihren ganz eigenen Charakter und Eigenart.“

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