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Frontmann mit Liebeserklärung an die StadtMetal-Legenden reißen Köln ab

KoRn live beim Sweden Rock Festival 2025 in Solvesborg, Schweden.

Copyright: IMAGO/Gonzales Photo

Sie sorgen seit Jahrzehnten für volle Hallen: Korn, hier live beim Sweden Rock Festival 2025.

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Elf Jahre hat es gedauert, bis Korn nach Köln zurückgekehrt ist.

Am Mittwochabend (21. Oktober) füllten die amerikanischen Nu-Metal-Legenden die Lanxess-Arena und bewiesen eindrucksvoll, dass die Band auch nach über drei Jahrzehnten Bandgeschichte nichts von ihrer Energie verloren hat.

Im Rahmen ihrer aktuellen Europa-Tournee feiern Korn nicht nur ihre unvergesslichen Klassiker, sondern blicken musikalisch auch auf den Geist ihrer frühen Alben wie das 1996 erschienene „Life Is Peachy“ zurück, welches dieses Jahr 30-jähriges Jubiläum hat.

Youth Code und Architects als Support-Bands

Noch bevor Korn auf die Bühne gekommen ist, sorgten gleich zwei Support-Bands für eine aufgeladene Stimmung in der Arena. Den Auftakt machten Youth Code, im Anschluss übernahm die bekannte britische Metalcore-Band Architects die Bühne als Special Guest.

Frontmann Sam Carter nutzte die Gelegenheit für emotionale Worte ans Publikum und machte keinen Hehl aus der Zuneigung der Band zu ihrer deutschen Fangemeinde: „Wir lieben die deutschen Tourstopps. Aber ganz besonders lieben wir Köln, diese Stadt wird immer einen besonderen Platz in unseren Herzen haben. Hier haben wir die lautesten Fans. Also danke, Köln!“

Pünktlich um viertel vor zehn kamen Korn dann auf die Bühne und eröffneten ihre Show unverkennbar mit dem Song „It’s On“. Schon ab den ersten Sekunden wurde klar, wohin die Reise an diesem Abend soundtechnisch gehen sollte: Es war extrem basslastig – die tiefen Frequenzen und die charakteristischen, tiefgestimmten Fünfsaiter-Bässe drückten spürbar durch die gesamte Arena. Doch trotz der gewaltigen Lautstärke klang Korn ausbalanciert, und Frontmann Jonathan Davis bewies eindrucksvoll, wie stark und unverwechselbar seine Stimme auch nach all den Jahren live klingt.

Einige Fans erschienen im Maiskolben-Kostüm

Selten sieht man bei einem Arena-Konzert dieser Größenordnung so wenige Handys in der Luft; stattdessen konzentrierten sich alle anwesenden Fans voll und ganz auf die Musik, sprangen im Takt auf und ab und nickten im Rhythmus mit dem Kopf.

Ein besonders humorvolles Detail am Rande: Einige kreative Fans machten dem Bandnamen alle Ehre und erschienen komplett als Maiskolben verkleidet im Publikum – ein Anblick, der für einige Schmunzler in den Reihen sorgte. Im dichten Gedränge des Innenraums bildeten sich rasch diverse Moshpits, während vereinzelte Fans in der Menge Pyro-Fackeln zündeten und zahlreiche Crowdsurfer über den Köpfen der Menge Richtung Absperrung getragen wurden.

Einer der absoluten Höhepunkte folgte mitten im Set: Als die letzten harten Töne von „A.D.I.D.A.S.“ verklangen, betrat Frontmann Jonathan Davis unter tosendem Applaus mit einem Dudelsack unter dem Arm die Bühne und leitete mit dem traditionellen Intro nahtlos zum Klassiker „Shoots and Ladders“ über.

Während wir in Köln 11 Jahre lang auf einen erneuten Auftritt von Korn warten mussten, traten sie in der Zwischenzeit auf zahlreichen Festivals und Shows auf.

Copyright: IMAGO/Gonzales Photo

Korn (hier live beim Sweden Rock Festival 2025) spielen sich auch nach 33 Jahren noch in die Herzen der Fans.

In ihrem rund anderthalbstündigen Set lieferten Korn eine druckvolle Mischung aus Fan-Favoriten und Klassikern wie „Blind“, „Freak on a Leash“ und „Falling Away from Me“. Nebenbei blickte die Band auf ihre lange Historie zurück – Frontmann Jonathan Davis richtete sich gerührt an das Publikum: „Danke, dass ihr auch nach all den Jahren immer noch da seid. Nach 33 Jahren haben wir immer noch so viele Leute, die zu unseren Shows kommen! Danke euch.“

Zum Abschied fand Jonathan Davis emotionale und versprechende Worte: „Köln, ich verspreche euch, wir werden uns wiedersehen!“

Bleibt abzuwarten, ob die Band ihr Wort hält und ob wir diesmal wirklich wieder elf Jahre auf das nächste Konzert im Rheinland warten müssen.