Gegen rechte Hetze „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“

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Köln hat die Wahl: Am Sonntag, 13. September. Unsere Luftaufnahme vom Dom wurde 2018 aufgenommen.

Köln  – Kennen Sie auch diesen Nachsatz, der oft dann fällt, wenn der Gesprächspartner seiner Äußerung Nachdruck verleihen will? „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ Ein Kommentar:

Es ist der Satz, den vor allem Rechtspopulisten in ihrer Rhetorik verankert haben. Dabei kann man hierzulande so ziemlich alles sagen. Das lässt unsere Meinungsfreiheit zu, solange nicht die Grenze zur Beleidigung, Diffamierung oder zu einer Straftat überschritten wird.

„Meinungsdiktatur“?: Beschimpfungen auf Facebook 

Vor allem aber die AfD stilisiert sich als Opfer einer selbst heraufbeschworenen „Meinungsdiktatur“. Dabei teilen ihre Anhänger selbst heftigst aus. Mit Wirkung: Es gibt inzwischen Kölner, die lieber schweigen, die Angst haben vor Beschimpfungen auf Facebook und Co. 

So wie ein Kölner Gastronom mit Migrationshintergrund, der eine rechtsgesinnte Gesellschaft aus seinem Lokal verwies. Aber darüber möchte er keine Worte verlieren, schon gar nicht in der Öffentlichkeit. „Ich will keinen Ärger“, sagt er, als EXPRESS über die Aktion berichten will.

Köln ist bunt und nicht braun

Eingeschüchtert und mundtot – ein Sieg für Rechts? Mitnichten: Köln ist bunt und nicht braun. Die große Mehrheit liebt und lebt die Vielfalt einer Millionenstadt. Wohlwissend, dass es Probleme gibt. Und darüber darf nicht geschwiegen werden: Über die Wohnungsnot zum Beispiel oder soziale Brennpunkte, die sich mit den Jahren entwickelt haben.

Populisten werden diese Probleme aber erst recht nicht lösen: Sie spielen lieber die Sorgen und Ängste von Arbeitslosen oder Rentnern gegen die Not der Flüchtlinge aus und schüren Hass.

Doch dem steht eine große Mehrheit gegenüber. Das zeigt in diesen Tagen vor allem „Kein Veedel für Rassismus“: Die Flaggen sind an Tausenden von Fenstern oder Häuserwänden zu sehen. Es handelt sich hierbei um eine private Initiative von „Lück wie do un ich“. Das ist Köln.

Und Köln schaut nicht weg. Einige Tausend sind nach dem Feuer im griechischen Flüchtlingslager auf die Straße gegangen. Das Elend der Gestrandeten auf Lesbos kann keinen Menschen kalt lassen, der noch ein Minimum an Empathie in sich trägt.

Am Sonntag haben wir Kölner die Wahl. Nutzen wir sie! Menschlichkeit statt Populismus. DAS muss die wirkliche Alternative für Köln sein.

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