Eklat in Rom Einer muss in Köln gehen: Traum-Ehe wird zum Rosenkrieg 

Kölns Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki bei einem Gespräch im Domforum.

Kölns Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki am 2. Mai 2022 bei einem Gespräch im Domforum. Nach dem Vorfall in Rom gibt es erneut Kritik.

Das Tischtuch zwischen Gläubigen und Kölns Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ist endgültig zerschnitten, meint unser Autor. Ein EXPRESS.de-Kommentar.

Was war das für eine Traum-Ehe, damals 2014: Die Kölner Schäfchen bekommen mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki einen Mann an die Seite gestellt, der perfekter für das Erzbistum Köln nicht hätte passen können.

Aufgewachsen in der Mülheimer Bruder-Klaus-Siedlung auf der Schäl Sick, bodenständig. Dann erst die Einführung im Dom: Mit einem Fässchen Kölsch und dem Plüsch-Maskottchen Hennes des 1. FC Köln!

Köln: Erzbischof Woelki predigt von Jesus – und watscht Jugendliche ab

„Endlich einer von uns“, jubelten die Kölnerinnen und Kölner nach den erzkonservativen Jahren unter Erzbischof Joachim Kardinal Meissner. Erinnerungen an die Erzbischof-Legende Frings werden laut kundgetan.

Alles zum Thema Rainer Maria Woelki

Und acht Jahre später? Steht diese einstige Traum-Ehe vor einem nicht enden wollenden Rosenkrieg. Vorläufiger Höhepunkt war der Protest vieler Ministrantinnen und Ministranten aus Köln in Rom.

Und Woelki? Der maßregelt nach unzähligen Missbrauchsskandalen in der katholischen Kirche – eben an Kindern und Jugendlichen – nach Vertuschungen und der eigenen Auszeit in Oberlehrer-Manier die Basis der Kirche: die Jugendlichen.

Woelki reagiert mit Jesus-Vergleich und geht durch die Hintertür

Man muss sich das einmal vorstellen: Da pilgern in der heutigen Zeit überwältigende 2000 Messdiener und Messdienerinnen nach Rom. Unter dem Motto „Brücken bauen“. Beileibe nicht alle haben sich bei der Woelki-Predigt umgedreht. Aber dann reagiert der Erzbischof mit einem Jesus-Vergleich, dass die protestierenden Jugendlichen viel lernen müssten – und verlässt die Basilika durch die Hintertür.

Nicht die Jugendlichen müssen lernen, Eminenz: Diese Szenen haben gezeigt, wie viel Vertrauen aufgebraucht ist.

Jahrzehntelang durften einige perfide Pfarrer sich auf dem Rücken des Fundaments, dem Nachwuchs, in der katholischen Kirche auf übelste Art „ausleben“. Es wurde vertuscht und gelogen, ganze Biografien sind dadurch zerstört worden. Ist es das, was Jesus auch vorgelebt hätte?

Nehmen Sie hier an unserer Umfrage teil:

Jetzt verlangt die Jugend eine Antwort – und wird in altbischöflicher Manier aus längst vergessen geglaubten Zeiten abgewatscht. Braucht es noch mehr Bilder für die Zerrüttung im Erzbistum Köln?

Jetzt wenden sich auch Teile der Jugend sprichwörtlich ab. Junge Menschen, die trotz aller Skandale sonntags die Messe dienen, weil sie an Gemeinschaft und die positiven Erlebnisse in der katholischen Kirche glauben.

Kölner Kardinal Woelki: Der Fall wird zum Rosenkrieg

Mittlerweile ist aus der Ehe ein Rosenkrieg geworden. Es ist an der Zeit, so zu handeln, wie Jesus es getan hätte: Brücken bauen, anstatt weiter zu spalten.

Um wenigstens noch den Rest der in Scharen fliehenden Katholikinnen und Katholiken von den vielen positiven Seiten des Erzbistums Kölns zu überzeugen, sollte einer aus dem gemeinsamen Haus ausziehen: Das ist spätestens nach seiner Rom-Aktion Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki.

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