Wallfahrt-Eklat in Rom „Überrascht mich nicht“ – Kölner Erzbistum reagiert 

Der Gottesdienst in Sankt Paul in Rom am Montag (3. Oktober): Viele Messdienerinnen und Messdiener drehten sich bei der Predigt um.

Während der Predigt von Woelki drehten sich am Montag (3. Oktober) viele Messdienerinnen und Messdiener in Rom um.

Nach der Eklat-Predigt von Rom, bei der Jugendliche Kölns Kardinal den Rücken zugedreht haben, äußert sich jetzt das Erzbistum Köln.

Hunderte Messdienerinnen und Messdiener drehten bei der diesjährigen „Ministrantenwallfahrt“ nach Rom bei einem Gottesdienst Kölns Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki den Rücken zu.

Mittlerweile hat auch das Kölner Erzbistum reagiert und auf Anfrage von EXPRESS.de eine schriftliche Stellungnahme verschickt.

Erzbistum Köln: Wollen mit Ministrantinnen und Ministranten ins Gespräch kommen

Darin äußert sich Diözesanjugendseelsorger Dr. Tobias Schwaderlapp, der ebenfalls beim Gottesdienst anwesend war.

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„Angesichts innerer Spannungen in der Kirche und im Erzbistum Köln überrascht es mich nicht, dass wir diese auch auf einer Ministrantenwallfahrt des Erzbistums Köln nach Rom nicht einfach hinter uns lassen“, so Schwaderlapp.

Einige der Ministrantinnen und Ministranten hätten diese Spannungen durch ihr Aufstehen und Wegdrehen zum Ausdruck gebracht. „Wir als Jugendseelsorge nehmen die Gedanken, Sorgen und zum Teil konträre Meinungen unserer Jugendlichen ernst. Aus diesem Grund habe ich die Gruppenleiter darum gebeten, mit Gesprächsangeboten auf die Jugendlichen zuzugehen“.

Kölner Kardinal Woelki geht durch die Hintertür

Auch Kardinal Woelki habe sich nach dem Gottesdienst Zeit genommen, um ins Gespräch mit den Jugendlichen zu kommen. Allerdings: Wie mehrere Augenzeugen berichten, soll Woelki nach dem Gottesdienst durch die Hintertür gegangen sein – nicht etwa durch den Mittelgang an den Jugendlichen vorbei.

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Schwaderlapp weiter: „Unabhängig davon bleibt für die 2000 Ministrantinnen und Ministranten der eigentliche Grund der Wallfahrt bestehen: Wir haben uns aus dem Erzbistum Köln auf den Weg nach Rom gemacht, um gemeinsam, trotz aller Spannungen, Gemeinschaft zu suchen und den Glauben an Christus zu feiern.“

Und er sagt: „Diese Wallfahrt dient dazu, Brücken zu suchen und Brücken zu bauen, Gemeinschaft im Glauben zu finden und sich an ihr zu freuen“. So oder so: Daheim in Köln dürfte auf den Kardinal erneut Arbeit zukommen.

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