Verdacht auf Blindgänger in Köln Größere Evakuierung nicht ausgeschlossen

Pädophilen-Ring gesprengt Polizei Köln ermittelt – NRW-Innenminister Reul mit neuen Details

Ein Mädchen hält sich die Hände vor das Gesicht.

Babys und Kleinkinder gehören zu den Opfern: Die Kölner Polizei ermittelt in einem Missbrauchskomplex mit 70 Tatverdächtigen, wie am Freitag (27. Mai 2022) bekannt wurde. Das kleine Mädchen auf dem undatierten Symbolfoto hat nichts mit dem Fall zu tun.

Im Zuge der Ermittlungen in einem Missbrauchskomplex mit 70 Tatverdächtigen hat sich NRW-Innenminister Herbert Reul erschüttert gezeigt.

Erneut erschüttert ein Netzwerk von Pädophilen Köln, die Region, ganz Deutschland. Die Kölner Polizei ermittelt gegen insgesamt 70 Tatverdächtige in 14 Bundesländern. Das ist am Freitag bekannt geworden.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigt sich erschüttert. „Das ist eine Kriminalität, die an Brutalität überhaupt nicht zu bewerten ist. Die Berge an Daten sind so groß, dass man sie mit normaler händischer Arbeit nicht mehr bewältigen kann“, sagte Reul am Samstag (28. Mai 2022) dem WDR.

Polizei Köln: Unter Missbrauchs-Opfern Babys und Kleinkinder

Die Polizei Köln ermittelt gegen 70 Tatverdächtige, die zahlreiche Fotos und Videos von sexuell missbrauchten Babys und Kleinkindern besessen und getauscht haben sollen. Ausgangspunkt sei ein Verfahren in Berlin, sagte ein Polizeisprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

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Bei den Ermittlungen in der Hauptstadt wurde demnach ein Mann aus Wermelskirchen (Nordrhein-Westfalen) entdeckt, der Listen mit mutmaßlichen Pädophilen geführt hat. Er sitzt in Untersuchungshaft. Deutschlandweit werde in 14 Bundesländern gegen Verdächtige ermittelt.

Polizei Köln am Montag mit weiteren Details zu Pädophilen-Ring

Die Kölner Polizei hat eine „Besondere Aufbauorganisation Liste“ (BAO Liste) eingesetzt. Weitere Details, Zahlen und Hintergründe zu den Ermittlungen wollen Staatsanwaltschaft und Polizei Köln am Montag (11.30 Uhr) bei einer Pressekonferenz nennen.

In Nordrhein-Westfalen hatte es in den vergangenen Jahren mehrere Kriminalitätskomplexe mit schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben. Auf den Missbrauchsfall Campingplatz Lügde im Kreis Lippe folgten die Ermittlungen zu den Komplexen Bergisch Gladbach und Münster.

Im Fall Bergisch Gladbach befreiten die Ermittler 65 Kinder aus der Gewalt von Sexualstraftätern. Die „BAO Berg“ hatte seit ihrem Start im Herbst 2019, ausgehend von einem Familienvater in Bergisch Gladbach, ein weit verzweigtes Geflecht rund um schweren Kindesmissbrauch aufgedeckt. Es gab (Stand Anfang 2022) 439 Tatverdächtige und bundesweit 27 Festnahmen.

In dem 2020 aufgedeckten Missbrauchskomplex Münster waren Kinder in einer Gartenlaube und an anderen Orten vergewaltigt worden. Bislang hat die Polizei mehr als 30 Opfer identifiziert und über 50 Verdächtige ausfindig gemacht, die zum Teil schon verurteilt wurden. (dpa/nb/iri)

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