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Internationaler KioskUnliebsame Post – Kölner Büdchen-Mann gerät unter Druck

Azad  Hawrami steht in seinem Kiosk.

Copyright: Alexander Schwaiger

Azad Hawrami (hier in seinem Kiosk am 31. Oktober 2025) hat jetzt Post vom Kölner Amtsgericht erhalten. 

Statt die beiden Kündigungen zu akzeptieren, hat Azad Hawrami seinen Kölner Kiosk einfach besetzt. Rechtens ist das nicht. Jetzt hat er unliebsame Post erhalten.

Mit seiner „Kiosk-Besetzung“ hat Azad Hawrami (65) Schlagzeilen geschrieben. Zwei Kündigungen erhielt er für seinen Internationalen Kiosk, den er seit 15 Jahren in Köln-Ehrenfeld betreibt. Die letzte Frist seines Vermieters lief am 28. Februar 2026 aus.  

Jetzt wird es für den beliebten Büdchen-Mann allerdings richtig ernst. Denn er bekam Post vom Kölner Amtsgericht. 

Kölner Kiosk: Büdchen-Mann Azad unter Druck

Sein Vermieter hat am 2. Juni Räumungsklage gegen ihn eingereicht. Heißt: Azad Hawrami soll endlich das Ladenlokal inklusive Büro und Bad in der Subbelrather Straße an ihn herausgeben. 

Auf EXPRESS.de-Anfrage bestätigt Amtsgerichtssprecher Philipp Benz am Montag (8. Juni): „Ein entsprechendes Verfahren ist bei uns anhängig.“

Das Verfahren steht noch am Anfang. Kiosk-Betreiber Azad muss jetzt entscheiden, ob er sich gegen die Klage verteidigen will. 

Obwohl die Kündigungen seines Vermieters rechtens sind, hat sich der 65-Jährige jedes Mal widersetzt. Zum Jahreswechsel (die erste Kündigung war zum 31. Dezember 2025) gab es im Kiosk sogar eine Party. Azad erfreut sich einer enormen Unterstützung, denn für viele ist sein Kiosk weit mehr als das. Sogar TV-Legende Günter Wallraff setzte sich für Azad ein.

„Ich will nicht tatenlos zusehen, wie kleine Gewerbetreibende verdrängt werden. Es geht hier nicht nur um mich. Ich kämpfe für alle, auch, wenn ich am Ende verliere“, erklärte Azad bereits mehrfach. Sein Angebot, freiwillig 220 Euro mehr Miete im Monat zu zahlen, hatte keinen Erfolg. Ebenso eine Demo für den Erhalt des Kiosks Anfang des Jahres und eine Petition, die von fast 2500 Menschen unterschrieben wurde.  

„Der Kiosk ist zurzeit meine Existenz. Wenn er verschwindet, verliere ich mein Zuhause im Veedel“, so Azad. Er habe den Kiosk nicht aufgebaut, um ihn still und leise aufzugeben.

Doch mit einer Räumungsklage und einem drohenden gerichtlichen Verfahren erhöht sich der Druck auf den 65-Jährigen. Das Verfahren steht noch am Anfang, ein Termin vor dem Amtsgericht ist noch nicht fixiert worden.

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