Für elf TageKölner Hauptbahnhof wird dicht gemacht – erhebliche Einschränkungen für Reisende

Absperrungen und Hinweisschilder an den Aufgängen sorgten im November 2025 im Hauptbahnhof dafür, dass die Bauarbeiten für ein neues Stellwerk nicht behindert wurden.

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Absperrungen und Hinweisschilder an den Aufgängen sorgten im November 2025 im Hauptbahnhof dafür, dass die Bauarbeiten für ein neues Stellwerk nicht behindert wurden.

Die Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerks für den Kölner Hauptbahnhof lässt auf sich warten. Um das Werk endlich in Dienst zu nehmen, muss der Hauptbahnhof erneut für mehrere Tage gesperrt werden. 

Die Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerks für den Kölner Hauptbahnhof verzögert sich weiter. Laut einer am Freitag (19. Juni) verschickten Pressemitteilung der Deutschen Bahn soll das neue Werk jetzt nach einer längeren Sperrung im Januar 2027 seine Arbeit aufnehmen.

Dafür muss der Kölner Hauptbahnhof noch einmal für mehrere Tage gesperrt werden. Einen Termin dafür gibt es jetzt: Vom 8. bis 19. Januar 2027 wird der wichtige Verkehrsknotenpunkt für den Regional- und Fernverkehr erneut dicht gemacht.

Verkehrsminister spricht von einem „Stück aus dem Tollhaus“

Im vergangenen Jahr war kurz vor dem Start ein Softwarefehler gefunden worden. Trotz einer zehntägigen Sperrung des Kölner Hauptbahnhofs mussten die Bahn die Inbetriebnahme absagen. Zwar wurde kein neuer Termin genannt, aber es war die Rede von Frühjahr 2026. Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hatte die Bahn scharf kritisiert und von einem „Stück aus dem Tollhaus“ gesprochen.

Jetzt plant die Bahn, vor der Karnevalszeit und der Handball-WM 2027 fertig zu werden. Laut Mitteilung sollen die Arbeiten vom 8. bis 19. Januar abgeschlossen werden.

Währenddessen wird der Kölner Hauptbahnhof für den Regional- und Fernverkehr gesperrt. Die Fernverkehrsgleise 11 und 12 im Bahnhof Köln Messe/Deutz bleiben in Betrieb, während hier der Regionalverkehr ausgesetzt wird. Der S-Bahnverkehr ist in beiden Bahnhöfen nicht betroffen, weil für diese Züge die elektronische Stellwerktechnik bereits 2021 in Betrieb genommen wurde.

Zur weiteren Verzögerung bis in das Jahr 2027 erklärte ein Bahn-Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen gab es weitere Absprachen mit dem Hersteller des Stellwerks zur Anpassung der Technik. Zum anderen mussten wir bei dem Termin für die Sperrung schauen, wann passt es am besten auch mit Blick auf anderen Baustellen in Deutschland.“

Erhebliche Einschränkungen für Reisende

Die Zeit der elftägigen Sperrung nutzt die Bahntochter DB InfraGo für weitere Sanierungs-, Neubau- und Abrissarbeiten an beiden Bahnhöfen.

„Wir wollen den Kölner Bahnknoten langfristig robuster und stabiler machen. Ich bin froh, dass wir eine Lösung gefunden haben, einige komplexe Vorhaben mit der Inbetriebnahme des neuen Elektronischen Stellwerks zusammenzulegen“, sagt Matthias Gramer von der DB InfraGo.

Die Belastung für die Reisenden werde damit komprimiert. „Dennoch bedeutet auch die jetzt geplante Sperrung eine erhebliche Einschränkung für unsere Kundinnen und Kunden. Dafür bitten wir ausdrücklich um Entschuldigung“, sagte der Leiter Fahrweg West laut Mitteilung.

Mit 1.300 Zügen und Hunderttausenden Reisenden pro Tag ist Köln eine zentrale Drehscheibe für den Bahnverkehr im Westen Deutschlands. In den vergangenen Jahren hat die Bahn dort drei neue elektronische Stellwerke gebaut und dafür 360 Millionen Euro investiert. Sie sollen den Bahnverkehr für die Reisenden spürbar zuverlässiger und pünktlicher machen. (dpa)

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