Neues Studio in der Kölner City: Xtrafit-Chef mit klarer Ansage.
Vier-Millionen-DingKölner Fitness-Kette zieht in die City – klare Ansage an Konkurrenz

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Xtrafit hat am 12. Januar ein neues Studio auf der Schildergasse eröffnet.
Aktualisiert
Die Kölner Innenstadt ist ein hart umkämpftes Pflaster für Fitnessstudios. Doch mitten in diesem Haifischbecken wagt die Kölner Kette Xtrafit einen mutigen Schritt und eröffnete am Montag (12. Januar) ihren 20. Klub – direkt auf der Schildergasse.
Geschäftsführer Fabian Menzel erklärt den Schritt. Das Mietangebot sei Ende 2022 gekommen, als viele nicht mehr an die Innenstadtlage geglaubt hätten. „Aber wir waren mutig genug und haben gesagt: Wir machen das jetzt“, so Menzel im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Xtrafit in der Innenstadt: Keine Angst vor McFit und Co.
Große Konkurrenten wie Fitness-First, McFit und Holmes-Place sind in direkter Nachbarschaft. Angst, dass diese die Mitglieder wegschnappen, hat Menzel aber nicht. Er ist überzeugt: Fitness ist ein Angebotsmarkt. Je mehr Auswahl man schaffe, desto näher sei man an der Zielgruppe.
Studien würden zeigen, dass die Lage das wichtigste Kriterium für Mitglieder bei der Wahl eines Klubs sei. „Das nächste Studio ist immer das Beste“, sagt Menzel. Er ist sich sicher, dass das neue Studio vom ersten Tag an voll sein wird und auch einen Mehrwert für bestehende Mitglieder schafft, die in der Innenstadt arbeiten.
Das Unternehmen hat viel Geld in die Hand genommen. Allein in den Standort Schildergasse, der sich über 3200 Quadratmeter auf vier Etagen erstreckt, wurden rund vier Millionen Euro investiert. Und die Expansion soll weitergehen. Es gebe Optionen im Kölner Süden, wo die Kette noch nicht vertreten ist.
Der Firmensitz bleibt in Ossendorf. Für Menzel ist Köln als Millionenstadt mit seiner hohen Bevölkerungsdichte ein enormer Vorteil für die Gewinnung von Mitgliedern und das Recruiting von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Zudem sei Köln mit der Deutschen Sporthochschule und der weltgrößten Fitnessmesse Fibo die Fitnesshauptstadt Deutschlands.
Menzel: Schluss mit dem Märchen der Karteileichen
Menzel betont, dass Deutschland im Fitnessbereich Weltmarktführer sei. „Hyrox, digital vernetzte Fitnessgeräte wie Egym und Milon, Discountketten wie McFit – das sind alles deutsche Produkte, die internationalisiert wurden“, erklärt er.
Mit dem Gerücht, dass Discount-Studios nur durch inaktive Mitglieder überleben, will Menzel aufräumen. „Beim Märchen von Discount-Fitnessstudios, die nur dank Karteileichen überleben, kriege ich inzwischen einen Rappel“, sagt er. Die Daten würden zeigen, dass die Kündigungswahrscheinlichkeit um 65 Prozent sinkt, wenn die Leute regelmäßig trainieren.

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Fabian Menzel, Geschäftsführer von Xtrafit, im neuen Studio auf der Schildergasse.
Daher versuche man, die Kunden und Kundinnen mit Erinnerungs-Mails, Aktionen oder neuen Kursen zum Sport zu animieren. Künstliche Intelligenz werde hier in Zukunft noch mehr Möglichkeiten bieten.
Klare Kante gegen Knebelverträge
Früher wurden Mitglieder mit langen Verträgen gebunden. Heute seien flexiblere Angebote nötig. „Ich selbst finde Langzeitverträge von bis zu 24 Monaten einfach nicht mehr zeitgemäß“, so Menzel. Er erwartet auch, dass versteckte Extras wie halbjährige Servicepauschalen verschwinden werden. Solche Modelle seien für Verbraucher und Verbraucherinnen „schlicht eine Verarsche“.
Eine nachhaltige Veränderung sei hingegen die Hyrox-Bewegung, eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining. Die Nachfrage nach diesem Training sei enorm. Deshalb werden Funktionsflächen mit Sprintrasen, Schlitten und Tauen ausgebaut. Was in Köln-Ossendorf pilotiert wurde, gehört auf der Schildergasse zur Erstausstattung und soll in weiteren Studios ausgerollt werden (red).
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
