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„Stehen schon unter erheblichem Druck“Kölner Brauereien schlagen Alarm

Verschiedene Kölsch-Flaschen stehen auf einem Tisch. Der Kölner Brauerei-Verband lehnt die geplante Zucker- und Plastiksteuer ab.

Copyright: Uwe Weiser

Verschiedene Kölsch-Flaschen stehen auf einem Tisch. Der Kölner Brauerei-Verband lehnt die geplante Zucker- und Plastiksteuer ab.

Neue Steuern auf Zucker und Plastik könnten teuer werden für die Brauereien. Der Kölner Brauerei-Verband macht jetzt Druck.

Neue Steuern auf Zucker und Plastik könnten teuer werden für die Brauereien. Der Kölner Brauerei-Verband macht jetzt Druck.

Der Kölner Brauerei-Verband lehnt die geplante Zucker- und Plastiksteuer ab. Er schließt sich damit einer gemeinsamen Stellungnahme zahlreicher Wirtschaftsverbände gegen die beiden Steuervorhaben an.

Kölsch-Frust wegen Zucker- und Plastiksteuer

Die Begründung: zusätzliche Kosten, mehr Bürokratie und am Ende höhere Belastungen für die Brauereien.

„Unsere Brauereien stehen bereits heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Zusätzliche Steuern und aufwendige Verwaltungsverfahren würden insbesondere mittelständische Unternehmen weiter belasten“, sagt Christian Kerner, Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbandes.

Statt neuer Steuern fordert er weniger Bürokratie, Planungssicherheit und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen: „Wir brauchen weniger Bürokratie und verlässliche Rahmenbedingungen, damit die regionale Brauwirtschaft wettbewerbsfähig bleibt.“

Besonders im Visier des Verbands: die geplante Zuckersteuer auf Erfrischungsgetränke. Das dafür vorgesehene Steuerlagerverfahren – nach dem Vorbild der Biersteuer – würde aufwendige Dokumentations- und Kontrollpflichten mit sich bringen. Dazu kämen Investitionen in betriebliche Abläufe und Warenwirtschaftssysteme.

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Auch bei der Plastiksteuer sieht der Verband neue Belastungen auf die Branche zukommen. Die Brauwirtschaft erfüllt schon jetzt zahlreiche gesetzliche Vorgaben im Verpackungsbereich – darunter das Verpackungsgesetz, die Einwegkunststofffondsabgabe und die Anforderungen der europäischen Verpackungsverordnung.

Eine weitere nationale Steuer würde aus Sicht des Verbands die wirtschaftlichen Belastungen erhöhen, ohne dass ein zusätzlicher ökologischer Nutzen erkennbar wäre.

Der Kölner Brauerei-Verband unterstützt deshalb die Forderung, beide Steuervorhaben zu stoppen und erst einmal gründlich zu prüfen, welche wirtschaftlichen Folgen sie hätten.

Sein Vorschlag: bestehende Regelungen zur Verpackungsvermeidung und Förderung von Mehrwegsystemen konsequent nutzen, statt neue nationale Sonderregelungen einzuführen. (mt)