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+++ EILMELDUNG +++ Köln trauert Ex-Oberbürgermeister Fritz Schramma ist tot

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Köln trauertEx-Oberbürgermeister Fritz Schramma ist tot

Fritz Schramma

Copyright: Michael Bause

Kölns früherer Oberbürgermeister Fritz Schramma ist am Montag (17. August 2026) verstorben (Archivfoto).

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Kölns ehemaliger Oberbürgermeister Fritz Schramma ist tot. 

Große Trauer um Fritz Schramma! Kölns ehemaliger Oberbürgermeister ist am Montag (17. August) im Alter von 78 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit verstorben.

Die traurige Nachricht gab die Stadt am Dienstagnachmittag bekannt. Oberbürgermeister Torsten Burmester hat Trauerbeflaggung angeordnet und lässt ab Mittwoch (19. August) im Rathaus ein Kondolenzbuch auslegen.

Schrammas „Haltung und Wirken heute noch beispielhaft“

„Mit Fritz Schramma verliert Köln einen ehemaligen Oberbürgermeister, dem die Menschen, die ihm begegneten, abnahmen, dass sein Amt für ihn nie nur ein Beruf, sondern – wie er selbst oft sagte – die Erfüllung eines Traums war. Die Stadt Köln ist Fritz Schramma zu großem Dank verpflichtet. Seine innere Haltung und sein Wirken waren und sind heute noch in vielen Bereichen beispielhaft“, würdigt er den Verstorbenen. 

Dr. h.c. Fritz Schramma, seit 1989 Mitglied des Rates der Stadt, war vom 17. September 2000 bis zum 20. Oktober 2009 Kölner Oberbürgermeister. Das Amt hatte er nach dem plötzlichen Tod von Oberbürgermeister a. D. Harry Blum im März 2000 übernommen.

Bis zu seiner OB-Wahl war Schramma fast 28 Jahre als Lehrer im Schuldienst tätig. Der Betreuung und Bildung von Kindern und Jugendlichen gehörte auch während seiner OB-Amtszeit sein besonderer Fokus. So trieb Schramma maßgeblich die Sanierung der Kölner Schulen, den Ausbau der Ganztagsbetreuung und die Ausweitung der Betreuung für Kinder unter drei Jahren voran.

Zu seinen Verdiensten zählen auch die Neugestaltung des Rheinauhafens, der Ausbau der Kreativ- und Medienwirtschaft in Köln sowie Umwandlung des rechtsrheinischen Industriestandortes. Auch in Sachen Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und Initiativen für ein sauberes Köln engagierte er sich. Das Entstehen neuer Wohngebiete, der Unternehmensservice, das Branchenforum Industrie, die Ansiedlung von Weltunternehmen und  der Ehrenamtspreis „KölnEngagiert“ sowie der Leitbildprozess 2020 sind ebenfalls untrennbar mit der Amtszeit von Fritz Schramma verbunden.

OB Burmester: „Fritz Schramma hat als Mittler gewirkt“

Der Bau der Moschee in Ehrenfeld war für Fritz Schramma ein besonderes Zeichen der Integration. 2008 verlieh ihm die Deutsch-Türkische Gesundheitsstiftung für sein Engagement den ersten Genç-Preis. Im Jahre 2009 erhielt er den Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis.

„Fritz Schramma hat als Mittler gewirkt, auch gegen Widerstände und politische Intoleranz. Damit hat er einen wichtigen Beitrag zur Integration und zum Frieden in unserer Stadt geleistet! Die Kölnerinnen und Kölner werden ihrem früheren Oberbürgermeister ein ehrendes Andenken bewahren“, sagt sein Amtsnachfolger Torsten Burmester.

Das Wort des ehemaligen OB hatte stets Gewicht. Sein Austritt aus seiner CDU hatte für ein politisches Beben in Köln gesorgt. Schramma selbst sah es als Weckruf an die Partei. Bereits 2021 legte Schramma aus Protest seinen CDU-Ehrenvorsitz nieder.

Vorbereitungen für Beisetzungsfeier laufen

Privat musste Fritz Schramma nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Sein Sohn Stephan verunglückte im Alter von nur 31 Jahren tödlich. Zwei junge Männer hatten sich ein Autorennen geliefert und den unbeteiligten Schramma-Sohn erfasst.

Laut Stadt bittet die Familie derzeit darum, von Kontaktaufnahme in jeder Form abzusehen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Beisetzungsfeier, die zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt. Termin und Ort werden in einer gesonderten Mitteilung bekanntgegeben. (red)

Das Feuerlöschboot 1 der Berufsfeuerwehr Köln liegt unweit der Bastei an einem Anleger. Eigentlich ist das Boot im Deutzer Hafen stationiert.
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