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Alles kommt zusammenIn Köln droht bald Verkehrs-Kollaps – Stadt äußert sich

Autos und LKWs stehen im Stau.

Copyright: Uwe Weiser

In Köln werden volle Tage auf Straßen, Schienen und in der Innenstadt erwartet. (Symbolbild)

Aktualisiert:

Die Stadt Köln rechnet mit einem besonders hohen Verkehrsaufkommen. Und spricht klare Empfehlungen aus. Anders sieht das die KVB.

Nächste Woche könnte es auf Kölns Straßen und Schienen wohl knüppelhart kommen: Nicht nur zieht die jährliche Gamescom wieder Hunderttausende Besucherinnen und Besucher nach Köln und der FC mit einem Heimspiel ins Stadion – auch das Sommerferien-Ende steht kurz bevor!

Und ausgerechnet die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) befinden sich währenddessen noch in einer Mega-Sperrung. Die Linien 1, 7 und 9 sind getrennt und fahren nicht über den Rhein, und die Linie 18 nur bis Klettenbergpark und nicht bis Bonn.

Wer zur Gamescom will, muss aber über den Rhein zur Kölner Messe. Aktuell fahren dort für die Linien 1, 7 und 9 noch bis zum 2. September Ersatzbusse. Kein erfreulicher Zustand für Pendler und Besucher. Gerade auch, weil die Regionalstrecke zwischen Köln über Leverkusen nach Düsseldorf gerade erst ebenfalls gesperrt wurde.

Gamescom, Sommerferien-Ende, FC-Spiel: Das sagt die KVB zum erwarteten Andrang

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EXPRESS.de hat die KVB mit der unerfreulichen Situation konfrontiert. Die Verkehrsbetriebe erwähnen dabei Vorbereitungsgespräche mit der Koelnmesse und dass an allen Messetagen „durchgehend mit etwa gleich großen“ Besucherzahlen zu rechnen sei.

Besucher auf der Gamescom.

Copyright: IMAGO/Chris Emil Janßen

Auf der Kölner Gamescom werden auch dieses Jahr wieder Hunderttausende Besucherinnen und Besucher erwartet.

Täglich sollen das rund 100.000 Besucherinnen und Besucher sein. Laut KVB-Sprecher Stephan Anemüller wüssten die Fans jedoch, dass auf der Messe mit langen Wartezeiten zu rechnen sei, weshalb sie sich „in der Tendenz“ nicht auf das Wochenende fokussieren würden. In den vergangenen Jahren war der Andrang gerade samstags jedoch besonders groß.

Um über den Rhein zu gelangen, empfiehlt die KVB die Stadtbahn-Linien 3 und 4, die über den Neumarkt zur Kölner Messe fahren, sowie den Regionalverkehr über den Hauptbahnhof nach Köln Messe/Deutz und den Bus-Ersatzverkehr.

Bei Verkehrsandrang auf Köln: KVB will im Notfall nachsteuern

Anemüller sagt dazu: „Der Ersatzbusverkehr wird für die Nachfrage ausreichen. Wir sehen, dass die Busse jetzt noch ausreichend Platz aufweisen. Soweit wird es für die größere Nachfrage zur Gamescom mit der Kapazität hinkommen.“

Auch verweist die KVB auf die KVB-Räder, die mit einem entsprechenden Abonnement 30 Minuten je Fahrt kostenfrei genutzt werden können. Wer das nicht hat, kann sie über die KVB-App oder „nextbike“ kostenpflichtig buchen.

Sollte die Lage doch eskalieren, wolle die KVB die Lage im Blick behalten und „im Rahmen“ der Möglichkeiten nachsteuern, sollte das notwendig werden, so der Sprecher.

Verkehrschaos in Köln: Stadt Köln gibt Tipps für alle, die unterwegs sind

Die Stadt Köln spricht auf Nachfrage von EXPRESS.de hingegen von einem „besonders hohen Verkehrsaufkommen“, mit dem zu rechnen sei. Sprecher Robert Baumanns zählt dabei die Gamescom, das Gamescom City Festival, das FC‑Heimspiel sowie weitere Veranstaltungen auf.

Um einen Verkehrskollaps zu vermeiden, gibt die Stadt Köln mehrere Tipps: Über die Verkehrslage sollen sich Betroffene im Vorfeld informieren, auf den Webseiten der Veranstalter, im Verkehrskalender der Stadt Köln oder unter „verkehr.nrw“ im Netz.

Autos und ein Bus stehen im Stau in Köln.

Copyright: Béla Csányi

Die Stadt Köln erwartet ein „besonders hohes Verkehrsaufkommen“ in Köln.

Eine klare Empfehlung der Stadt Köln: die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, etwa Bussen und Bahnen. „Es werden Empfehlungen gegeben, die betroffenen Bereiche (Deutz/Bereich Ringe) möglichst weiträumig zu umfahren“, sagt Baumanns.

Sollte die Reise mit dem Auto unvermeidbar sein, rät die Stadt dazu, Park-&-Ride-Anlagen anzufahren und die Reise bis zum Ziel mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzutreten, so der Sprecher.

Stadt Köln behält die Verkehrssituation im Auge

Beim Gamescom City Festival sei eine Steuerung der Ströme aus Besucherinnen und Besuchern bisher und auch in diesem Jahr nicht nötig gewesen. Die Koelnmesse werde bei der Gamescom geschultes Personal einsetzen, um einen kontinuierlichen Besucherstrom zu gewährleisten.

„Zusätzlich sind sie in enger Abstimmung mit den KVB, dem Team der DB-Sicherheit sowie der Bundespolizei, um die Situation am und um den Bahnhof sicher zu gestalten“, sagt Baumanns.

Um den Verkehr zu entlasten, werde in der Verkehrs- und Tunnelleitzentrale zudem fortlaufend überwacht. Mit leistungsfähigen Ampelprogrammen wird der Verkehr dann „im Rahmen der Möglichkeiten“ gesteuert.

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