Kölsche Bredder Corona-Lichtblick, weil Kölsch boomt: Neuer Theater-Verein mit Ansage

Szene aus "Et kütt wie et kütt" des neuen Kölner Vereins Kölsche Bredder.

Am 12. März ist Premiere: Der neue Theater-Verein "Kölsche Bredder" probt am Perlengraben.

Mitten in der Corona-Krise hat sich der neue Kölner Theater-Verein „Kölsche Bredder“ gegründet.

Um Gottes Willen, da ist aber mächtig was los in der Traditionsbäckerei Kleefisch in einem Kölner Veedel: Bäcker-Urgestein „Düres“ hat die leise Ahnung, dass er sterbenskrank ist – und verteilt schon mal vorher das Erbe. Aber nicht an seine Tochter, die sich lange nicht hat blicken lassen. Aber ausgerechnet jetzt taucht sie wieder auf…

Wie das kölsche Leben mit seinen Irrungen und Wirrungen manchmal so spielt, zeigt ein ganz neuer Theater-Verein in seinem ersten und neuesten Schwank „Et kütt wie et kütt.“ Vorhang auf für einen echten Kölner Lichtblick inmitten düsterer Kultur-Zeiten: „Kölsche Bredder“ nennt sich die neue Mundartgruppe.

Köln: Verein „Kölsche Bredder“ gründet sich mitten in Corona-Krise

„Eigentlich kommen wir vom Kumede-Theater“, erzählt der erste Vorsitzende Richard Karpe im Gespräch mit EXPRESS.de. Was vor Jahren ein eher mittelmäßiges Dasein fristete, ist plötzlich wieder voll im Trend: Die kölsche Sproch leev!

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„Wir haben uns gedacht, dass wir etwas Eigenes auf die Beine stellen wollten“, so Karpe. Also gründete man mitten in der Krise im vergangenen Jahr den kölschen Theater-Verein, mittlerweile zählt die rüstige Truppe 16 Mitglieder und natürlich sind weitere Mitspielerinnen und Mitspieler  sehr willkommen.

Richard Karpe ist erster Vorsitzender des Vereins "Kölsche Bredder".

Richard Karpe ist erster Vorsitzender des neuen Vereins Kölsche Bredder.

Und: Mit der Spielstätte in der Aula am Perlengraben in Köln hat man den perfekten Aufführungsort bereits gefunden und bastelt fleißig an der Premiere des Stücks, die dann am 12. März gefeiert werden soll. Insgesamt 40 Probetage haben die kölschen Schauspieler und Schauspielerinnen dafür angesetzt. Karpe: „Wir machen das alles aus Spaß an der Freud. Niemand möchte damit Geld verdienen, es wird viel bei den Proben gelacht.“

Warum ist das kölsche Theater wieder so im Trend? „Vielleicht, weil es ein Stück Heimat ist. Und weil man Ablenkung sucht“, vermutet Karpe. „Wir wollen mit unseren Stücken natürlich die Menschen auch ein wenig ablenken. Sie sollen Spaß haben und für ein paar Stunden die Sorgen vergessen.“ Das Ganze natürlich auf astreinem Kölsch, denn Kölsche Bredder arbeitet in Kooperation mit der Akademie für uns kölsche Sproch zusammen.

Bewundernswert: Der Ticketverkauf für die ersten Vorstellungen im Frühjahr läuft bereits sehr gut, im Herbst folgt dann die zweite Staffel mit dem Stück „Et kütt wie et kütt“. Wer Spaß am kölschen Theater hat, bekommt Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter Tel.: 0221/2801 oder bei Kölnticket.

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