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„Seelenrelevant“ Kölner Kult-Theater kehrt emotional auf die Volksbühne zurück

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Der Eingang der Volksbühne an der Aachener Straße in Köln, fotografiert 2019: Wenn Corona es zulässt, feiert hier das kölsche Kult-Theater im Juni 2021 Premiere.

Köln – Alles hat 1947 in echt kölscher Sproch angefangen. Es sollte ein Theater sein, das den Menschen Freude und Hoffnung schenkt. Was für eine Parallele zu heute! Nach einigen Aufs und Abs erfreut sich das Kumede-Theater heute immer größerer Beliebtheit. Jetzt haben die Macher eine tolle Nachricht im Gepäck: Hurra, die Kumede spielt wieder in der Volksbühne.

  • Kumede-Theater an Kölner Volksbühne
  • Nach Corona-Pause will Kumede im Juni spielen
  • Kölner Volksbühne: Kumede-Premiere

Derzeit wird geprobt, was das Zeug hält. „Alles coronakonform. Das verlangt uns eine Menge ab, aber wir wollen im Juni spielen. Und sei es vor zehn Zuschauern“, kündigt der neue Geschäftsführer Uwe Baltrusch im EXPRESS-Gespräch an.

Kumede-Theater mit Comeback nach Corona

Denn er glaubt: „Vielleicht sind wir für Köln nicht systemrelevant. Dafür aber seelenrelevant.“ Dieser Satz dürfte bei den Fans runter gehen wie Öl. Obwohl noch gar nicht klar war, dass die Spielzeit 2021 stattfinden würde, waren bereits im Dezember 2020 über 30 Prozent aller Karten vergriffen.

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Ein Foto vor Corona: das Ensemble des Kumede-Theaters nach einer Aufführung 2019 in der Volksbühne.

Für Semrau und das Ensemble ein eindeutiger Beweis, dass die Menschen die Kultur vermissen – und das Kumede-Theater.
„In der Volksbühne sind wir jetzt seit 2016 jeweils im Frühsommer, für jeweils rund 25 Vorstellungen. Diese sind auch immer nahezu ausverkauft“, so Baltrusch.

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Szene bei der Kumede-Probe: Regisseur und Hauptdarsteller Wolfgang Semrau (l., Opa Splissenbach), daneben Susanne Kamp (Tochter Finchen), im Hintergrund Andrea Kurth (Enkelin Betty).

Das neue Stück verspricht auch wieder allerhand kölsche Irrungen und Wirrungen: In „Schläch höre kann hä jot“ spielt Kumede-Urgestein und Regisseur Wolfgang Semrau die Hauptrolle des Opa Splissenbach, der schlecht hört. Während einige Wenige in seinem Umfeld wie Nies, die als Haushaltshilfe beschäftigt ist, seine Schrullen liebgewonnen haben, versuchen seine Tochter Finchen und ihr Mann Köbes Opas Schwerhörigkeit auszunutzen. Gerne würde man Land, das Opa gehört, meistbietend verkaufen. Doch da haben sie die Rechnung ohne Opa Splissenbach gemacht.

Ob und wie viele Zuschauer zur Premiere am 5. Juni erwartet werden können, steht natürlich noch in den Sternen. Geschäftsführer Baltrusch und sein Team sehen dem gelassen entgegen. „Wir stehen in engem Kontakt mit der Volksbühne und der Stadt. Wir haben uns im Dezember zusammengesetzt und beschlossen, dass wir spielen wollen, wenn es die Situation zulässt. Wie gesagt: Wir spielen nötigenfalls auch vor zehn Zuschauern. Denn wir wollen auch Hoffnung verbreiten. Und wer weiß: Vielleicht werden das ganz besondere Vorstellungen, die in die Geschichte eingehen werden.“

Das kultige Kumede-Theater: Nach dem Krieg war es Balsam für die geschundene kölsche Seele. Macht’s noch einmal, ihr kölschen Superhelden!

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