Kölns Motto-Queen Keine Trauerfeier, aber: Endlich eine Würdigung für Marie-Luise Nikuta

Marie-Luise Nikuta bei einem Auftritt

Marie-Luise Nikuta bei einem Auftritt 2017.

Das ist schön: Um Kölns verstorbener Motto-Queen Marie-Luise Nikuta zu gedenken, wird es eine Geburtstagsfeier und keine Trauerfeier geben.

Ihr Tod fiel kurz vor den ersten Lockdown: Als die große Marie-Luise Nikuta an Veilchendienstag 2020 im Alter von 81 Jahren starb, gab das Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn auf der Feier „Zick eröm“ bekannt. Was für eine Trauer über den Verlust einer Kämpferin, eines kölschenen Idols.

Doch mit den Einschränkungen und den damit verbundenen Begrenzungen konnte nie wirklich eine Beerdigungsfeier oder Trauerfeier stattfinden. Das wird zum Glück nachgeholt: Der Verein „Levve Un Levve Losse e. V. – Freundeskreis Marie-Luise Nikuta & Förderkreis Kölnischen Liedgutes“ hat sich etwas Besonderes ausgedacht, um der Texterin von Kölns Mottoliedern einen würdigen Abschied zu bereiten.

Köln: Geburtstagsfeier für Marie-Luise Nikuta

Zwei Tage vor ihrem Geburtstag (der ist am 25. Juli) wird am 23. Jul im Kattwinkel (Eigelstein) eine Geburtstags- anstatt einer Trauerfeier stattfinden. „An dem Abend werden wir gemeinsam aus dem umfangreichen Repertoire von Nikuta die schönsten Lieder singen. Neben Anekdoten aus ihrem Leben wird es zwischendurch auch andere kölsche und karnevalistische Töne geben.  Weggefährten und Freunde sind geladen, der Abend steht aber allen offen, die sich Marlies verbunden fühlen“, so Vereinsvorsitzender André Schulze Isfort.

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Auch Nikuta-Tochter Andrea will dann dabei sein: „Wir wollen die Erinnerung an meine Mutter mit Leben füllen, vielleicht einmal eine Straße oder einen Platz nach ihr benennen und ein Denkmal finanzieren.

Und natürlich möchten wir ganz nach dem Lebensmotto und im Sinne meiner Mutter insgesamt die Integration unterschiedlichster Menschen, Kulturen sowie Denk- und Sichtweisen als Verein fördern – eben levve un levve losse“, sagt die Ehrenvorsitzende des Vereins.

Und ganz bestimmt wird dann auch im Himmel mitgeschunkelt, wenn im Anschluss alles mit der „Stroßebahn noh Huss“ fährt. Ein würdiger Abend für eine verdiente Kölnerin.

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