Corona-Krise Kölsch wird teurer: Brauer-Verband reagiert deutlich

Eine Stange Kölsch

Lieblingsgetränk der Kölnerinnen und Kölner: Symbolfoto einer Kölsch-Stange

Neben anderen Kölsch-Brauern hat jetzt auch die Früh-Brauerei eine Preiserhöhung angekündigt.

Es musste ja so kommen, denn derzeit wird bekanntlich alles teurer: Nach der Ankündigung der Kölschpreis-Erhöhung durch die Radeberger-Marken Sion, Gilden, Küppers, Peters und Dom Kölsch sowie der Gaffel-Brauerei ab dem 1. April, zieht jetzt ein weiterer Kölsch-Riese nach.

Auch die Früh-Brauerei muss die Preise erhöhen und nimmt ab dem 16. Mai 5,80 Euro pro Hektoliter Flaschenbier mehr, beim Fassbier sind es elf Euro je Hektoliter.

Köln: Früh-Kölsch wird teurer

EXPRESS.de erreichte den Kölner Brauerei-Verband, der darauf mit deutlichen Worten reagiert. „Man sollte diese Erhöhung immer ins Verhältnis setzen, bevor es einen Aufschrei gibt“, sagt Vorstandsmitglied und Geschäftsführer Christian Kerner.

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Und er erklärt nachvollziehbar, warum die Brauer aus Köln (auch andere Biersorten haben erhöht) nun den Preis fürs Obergärige anziehen mussten. „Es ist die erste Preiserhöhung seit vier Jahren, nur um das mal vorwegzunehmen“, so Kerner.

Christian Kerner

Christian Kerner ist Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbands.

Letztlich sei ein Hauptargument die Corona-Krise. „Es ist für unseren Markt die schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg und der größte Absatzverlust.“ Damit einher kämen vor allen Dingen die immens gestiegenen Kosten in der Produktion. „Die Energie- und Gaspreise sind deutlich erhöht worden. Hinzu kommen die Transportkosten, siehe Benzinpreis.“

Köln: Kölner Brauer leiden unter Corona-Krise und Energiekosten

Kerner rechnet weiter vor: „Auch beim Rohstoff ist alles in die Höhe gegangen. Malz zum Beispiel ist um 60 Prozent teurer geworden – und das braucht man nun einmal zur Herstellung von Kölsch.“ Zudem hätten sich die Kosten für Transportpaletten einfach mal verdoppelt. Der Inflationsdruck käme noch einmal erschwerend hinzu in den vergangenen Monaten.

Christian Kerner: „Irgendwann müssen die Brauer die Preise weitergeben, das ging jetzt nun wirklich nicht mehr anders.“ Für ihn steht fest: „Man sollte die Erhöhung immer in der Relation sehen. „Es sind elf Cent pro Liter Fasskölsch.“ Bedeutet für das Glas am Beispiel von Früh-Kölsch ein Plus von 0,22 Cent.

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