Der Kölner Kreisverband der Partei „Die Linke“ fordert die Verlängerung des 9-Euro-Tickets. Nach Bundesfinanzminister Christian Lindner soll es Ende August aber auslaufen.
Trotz AbsagePartei aus Köln fordert Verlängerung des 9-Euro-Tickets – Geld soll aus anderen Töpfen kommen

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Das 9-Euro-Ticket, hier eine Aufnahme einer Fahrkarte Ende Mai 2022 in Köln, läuft Ende August aus. Aus Köln gibt es Stimmen, die eine Verlängerung fordern.
Mit Bus und Bahn durch Köln und quer durch Deutschland. Seit Juni 2022 gilt das 9-Euro-Ticket – und es wird stark genutzt. Der Kölner Kreisverband der Partei Die Linke will das Angebot verlängern und nennt auch Gründe dafür.
Das 9-Euro-Ticket ist ein echter Hit. Es wurde bereits 21 Millionen Mal verkauft, wie jetzt eine Auswertung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen ergab, die von der Bundesregierung veröffentlicht wurde.
Bundesfinanzminister Christian Linder (FDP) hat der Fortführung des Tickets aber eine Absage erteilt, wie die „Funke Mediengruppe“ berichtet. Demnach soll das Angebot Ende August auslaufen. Die Linke Köln ist für die Verlängerung, wie der Kreisverband in einer Mitteilung am Dienstag (26. Juli) erklärte.
Köln: Partei Die Linke fordert Fortsetzung des 9-Euro-Tickets
In der Mitteilung heißt es von Sprecherin Nadine Mai: „Die Linke Köln wird sich über den Sommer zusammen mit Bündnispartnerinnen und -partnern dafür einsetzen, dass das 9-Euro-Ticket beibehalten und dauerhaft finanziert wird. Darum unterstützen wir den bundesweiten Aufruf ‚9 Euro-Ticket weiterfahren‘, gemeinsam mit einer Reihe Organisationen und Prominenten.“
Zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels habe sich Deutschland mit dem Klimaschutzgesetz konkrete Minderungsziele gesetzt, die eine Verkehrswende unabdingbar machten. Die Fortführung des 9-Euro-Tickets sei klima- und verkehrspolitisch, aber auch sozialpolitisch geboten, so der Kreisverband aus Köln.
„Das 9-Euro-Ticket ist eine echte Entlastung bei den Mobilitätskosten für einkommensarme Haushalte und macht Sozialtickets überflüssig“, bekräftigt Maria Schu, verkehrspolitische Sprecherin des Kreisvorstands.
Aus Köln heraus gibt es der Partei die Linke auch einen Vorschlag, wie die Fortführung des Angebots finanziert werden soll. Dazu wird erklärt: „Die Fortsetzung des 9-Euro-Tickets will die Linke aus der Umschichtung von klimaschädlichen Subventionen im Bundeshaushalt für Dienstwagen und Dieselkraftstoff finanziert sehen.“
Nach Angaben des Kölner Kreisverbands der Partei die Linke beliefen sich Steuersubvention für Dieselkraftstoff jährlich auf 8,5 Milliarden Euro, die für das „Dienstwagenprivileg“ betrage rund fünf Milliarden Euro. Durch Umschichtung dieser Mittel reiche es für eine dauerhafte Finanzierung des 9-Euro-Tickets, rechnet Kreissprecher Sergen Canoglu vor.
Die Finanzmittel für die parallel notwendigen Investitionen in ÖPNV und Regionalverkehr sollten durch Umlenkung von klimaschädlichen Investitionsvorhaben bereitgestellt werden.
Lokalpolitikerin Maria Schu fordert: „Insbesondere der Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen und Autobahnen muss gestoppt werden. Dafür sind Milliardenbeträge im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehen. Wir fordern ein Moratorium dieser Pläne. Diese jährlich rund 13 Milliarden Euro müssen für Investitionen in die Schiene umgeleitet werden.“
Zudem fordert die Linke ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerhalb von Ortschaften und 30 km/h innerhalb von Ortschaften, um „den CO2-Ausstoß, Unfall- und Verkehrstotenzahlen und den Bedarf an Ölimporten zu reduzieren.“ (red)



