Zinsen steigen Welche Taktik sich für Sparfüchse jetzt lohnen könnte

Das Symbolfoto, aufgenommen am 8. Juli 2022 in Köln, zeigt ein Sparbuch.

Aufgrund der gestiegenen Zinsen ist ein Klassiker zurückgekehrt: die Geldanlage auf einem Tages- und Festgeldkonto. Das Symbolfoto, aufgenommen am 8. Juli 2022 in Köln, zeigt ein Sparbuch. 

Die Zinsen schellen seit Frühjahr 2022 nach oben. Besonders eine klassische Sparanlage wird bei Verbraucherinnen und Verbrauchern jetzt wieder beliebter.

Für deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher könnte es sich lohnen, wichtige und große Anschaffungen vorzuziehen. Hintergrund ist die aktuelle Zinsentwicklung in Deutschland. Diese ist seit Wochen sehr dynamisch. Und damit auch die Verzinsung von Tages- und Festgeld, was einen Sparklassiker zurückbringt.

Laut Check24-Sprecher Edgar Kirk werden angesichts der Zinsentwicklung klassische Geldanlagen wie Tages- und Festgeldkonten im Zuge der Zinswende wieder attraktiver. So hätten erste Banken die Zinsen besonders für kurze, aber auch für mittlere Laufzeiten erhöht. Eine Dynamik, die sich aus Sicht des Vergleichsportals im Laufe des Jahres sogar beschleunigen könnte. Heißt: Zwei Prozent und mehr Zinsen für ein zweijähriges Festgeld könnten möglich sein.

Zinsentwicklung: Tages- und Festgeldkonten wieder attraktiver

Verbraucherinnen und Verbraucher könnten daher die sogenannte Treppenstrategie nutzen, so der Rat des Check24-Sprechers. Wer sparen möchte, legt nicht das ganze Sparvermögen auf ein einziges Festgeldkonto, sondern teilt es mit unterschiedlichen Laufzeiten auf mehrere Konten auf. Das schafft Flexibilität.

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Eine Übersicht der Stiftung Warentest macht es greifbar. Bei Tagesgeld bekommen Verbraucherinnen und Verbraucher aktuell bis zu 0,25 Prozent Zinsen pro Jahr, beim Festgeld sind es 1,30 (einjähriges Festgeld) bis 1,70 Prozent (dreijähriges Festgeld).

Zinsen bei Verbraucherkrediten um 20 Prozent gestiegen

Gleichzeitig klettern die Zinsen bei Verbraucherkrediten in die Höhe. Laut Kirk sind diese seither um 20 Prozent gestiegen, da so gut wie alle Banken in den vergangenen Monaten ihre Finanzierungsangebote angepasst hätten. Das bedeute das vorläufige Ende der historisch niedrigen Kreditzinsen, so der Check24-Sprecher.

Auch hier hilft der Blick auf aktuelle Zahlen der Stiftung Warentest. Demnach liegt bei Ratenkrediten die Schwankungsbreite bei den Zinsen zwischen 1,89 und 6,70 Prozent. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher ziehen laut Check24 ihre Investitionen bereits vor.

Denn für den weiteren Jahresverlauf rechnet das Vergleichsportal mit durchschnittlichen Effektivzinsen von bis zu fünf Prozent. Es könne sich daher lohnen, wichtige und große Anschaffungen vorzuziehen.

Aber nicht alle Banken erhöhen ihre Zinsen in gleichem Maße. Die Zinsunterschiede könnten daher noch größer werden, weshalb sich ein Kreditvergleich lohnen kann, so der Rat von Stiftung Warentest. (dpa)

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