Driss happens! Deutschlands dämlichster Stau – warum er nur in Köln passieren konnte

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Die Bimmelbahn hat sich am Eigelstein festgefahren.

Köln – Für den einen ist die Bimmelbahn eine kölsche Institution, für andere ist sie der Gipfel der Bräsigkeit.

Und eben jene gelb-grüne Bimmelbahn hat im Eigelstein-Viertel für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz und für einen Stau gesorgt, der nur in dieser Stadt passieren konnte.

Der Zoo-Express, beladen mit Touristen, wollte Dienstagabend die belebte Straße Eigelstein befahren, eigentlich so wie immer.

Kölner Bimmelbahn fuhr sich am Eigelstein fest

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Doch in Höhe des ehemaligen Kämpgen-Gebäudes blieb die Bimmelbahn plötzlich stecken. Festgefahren, eingeklemmt zwischen dem Baustellenzaun, der auf die Straße reicht, und einem Poller auf der anderen Seite. Nix ging mehr, kein Meter vor und kein Meter zurück. Die Touristen schauten irritiert, die sonore Lautsprecherstimme, die die Sehenswürdigkeiten und Eigenheiten des urkölschen Veedels zu erklären versucht, rauschte munter weiter.

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Ein verfahrene Situation. Der Zoo-Express steckt zwischen Baustellenzaun und Poller fest.

Der Bimmelbahnfahrer stand ratlos neben seiner eingeklemmten Bahn. Schnell hatte sich ein Stau gebildet. Autos, die von der Turiner Straße in die Einkaufsstraße einbiegen wollten, steckten so ebenfalls fest. Als der erste anfing zu hupen, platze so manchem Fußgänger der Kragen: „Hey, wat soll der Driss?“ 

„Dat jitt et nur in Kölle“, fluchte ein Veedelskopp, der seit je angenervt ist, dass ihn die Bimmelbahn-Touris bei den ständigen Touren immer anglotzen wie eine Giraffe bei einer Wildparktour: Bitte nicht füttern!

Schließlich war die Polizei vor Ort. Den stabilen Bauzaun zu verschieben, ging nicht. Also wollten die Einsatzkräfte den Poller aus der Verankerung nehmen. Doch der Schraubverschluss streikte. Einige polizeiliche Karate-Tritte gegen den Poller weiter, konnte die Bimmelbahn schließlich aus der Klemme befreit werden.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass das Verkehrsmittel Bimmelbahn nicht geeignet ist, die Verkehrsprobleme Kölns nachhaltig zu lösen. Und ein schiefer Poller. Doch er ist nicht der erste im Veedel.

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Unfallopfer: Der schiefe Poller im Kölner Eigelstein-Viertel

Auf Initiative des Bürgervereins Eigelstein brüten Fachverwaltung und Politiker seit Monaten darüber, ob man die Straße vom ruhenden oder fahrenden Autoverkehr befreien sollte – und warum. Eventuell sollten sie den Eigelstein im ersten Zug zur Bimmelbahn-freien Zone erklären.

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