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„Mir kamen die Tränen“Mietpreise gehen auch in Köln durch die Decke – zwei Veedel spüren das besonders

Demo am 8. Oktober 2022 gegen die Erhöhung von Mietpreisen-

Am 8. Oktober 2022 hat am Rudolfplatz in Köln eine Demo stattgefunden. Die Demonstrierenden wehren sich gegen die Mietpreissteigerungen.

Die Mietpreise steigen und steigen. Für viele Haushalte stellt das eine schwere finanzielle Belastung dar. Einige haben sogar Angst, bald kein Dach mehr über dem Kopf zu haben. Nun wehren sich Mieterinnen und Mieter. 

Alles wird teurer – auch die Mietpreise explodieren. Gegen diese Entwicklung sind am Samstag (8. Oktober 2022) im ganzen Bundesgebiet Menschen auf die Straße gegangen. Auch in Köln gab es eine Kundgebung – inklusive emotionalem Theaterstück. 

Am Kölner Rudolfplatz versammelten sich ab 12 Uhr knapp 80 engagierte Bürgerinnen und Bürger, um sich gegen den Mietwahnsinn zu positionieren. Darunter auch Pfarrer Franz Meurer. Neben der Initiative „Recht auf Stadt“ waren Gewerkschaften und Mieterverein zugegen. Das Motto der Demo: „Hände hoch für bezahlbaren Wohnraum!“

Köln: Initiative wehrt sich gegen Mietwahnsinn

Gegenüber EXPRESS.de erklärte Kalle Gerigk, der die mehrstündige Veranstaltung auf dem Rudolfplatz moderierte: „Besonders rührend war das Theaterstück. Mir sind wirklich die Tränen gekommen.“ 

„Es geht in dem Stück darum, wie es ist, wohnungslos zu sein. Auch darum, wie es für Frauen ist, auf der Straße zu leben. Es soll zeigen, dass jeder und jede wohnungslos werden kann“, erklärte Regisseurin und Theaterpädagogin Pia Ringhoff aus Bielefeld.

Kalle Gerigk und Franz Meurer stehen nebeneinander.

Aktivist Kalle Gerigk und Pfarrer Franz Meurer am 8. Oktober 2022 am Kölner Rudolfplatz bei einer Demonstration gegen die steigenden Mietpreise.

Das Besondere an dem Theaterstück ist die Authentizität. „Die Rollen sind von Menschen besetzt, die obdachlos sind oder es einmal waren. Sie bringen ihre eigenen Erfahrungen auf die Bühne“, sagte Ringhoff.

Köln: Sechsjähriger Mietenstopp gefordert

Laut der Initiative gab es am Samstag in 50 deutschen Städten Aktionen und Kundgebungen, bei denen ein sechsjähriger Mietenstopp gefordert wurde. Bis zu 10.000 Menschen sollen deutschlandweit demonstriert haben.

Dorothea König von „Wohnen wagen“ erklärte: „In der Domstadt sind bezahlbare Mietwohnungen Mangelware. Die Entwicklung der Einkommen kann mit den steigenden Mieten nicht Schritt halten. Und durch die ständig steigenden Energiepreise hat sich die Lage vieler Mieterinnen und Mieter noch einmal weiter verschärft.“

Moderator Kalle Gerigk, der der Initiative „Recht auf Stadt“ angehört, ergänzte: „In Köln sind die Mieten in den letzten sechs Jahren um 26,0 Prozent gestiegen. Während 2016 für einen Quadratmeter noch 10,00 Euro zu zahlen waren, mussten Anfang 2022 bereits 12,60 Euro gezahlt werden.“

„Von 2021 auf 2022 beträgt die Steigerung in ganz Köln 3,3 Prozent; Spitzenreiter sind hier Ehrenfeld mit 8,3 Prozent, Chorweiler mit 7,1 Prozent und die Innenstadt mit 4,5 Prozent. Die Bundesregierung muss umgehend aktiv werden und den Mieterinnen und Mietern durch einen sechsjährigen Mietenstopp eine Atempause verschaffen“, schob Gerigk hinterher.

Anmerkung: Die von den Aktivistinnen und Aktivisten genannten Zahlen berufen sich auf die „empirica“-Preisdatenbank auf Basis des „Value“-Datenbank. Diese beziehen sich auf die Angebotsmieten, nicht auf die Bestandsmieten. Damit könne die „Dynamik auf dem Wohnungsmarkt besser und zeitnaher“ dargestellt werden. (jm)