Kölner Bütt-Star Blötschkopp Marc Metzger verrät ungewöhnliches Hobby

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Marc Metzger nutzt die Corona-Pause auf seine Art.

Köln  – Ortstermin Rheinauhafen, es ist ein schöner Juli-Tag. Ob das auch so bleibt? Denn das Ruder der „Germania“ übernimmt in diesen Sekunden ein Blötschkopp. Wie bitte? Eigentlich ist er kein richtiger Blötschkopp, sondern heißt nur so im Kölner Karneval.

Köln: Marc Metzger macht Boot-Führerschein

Im wahren Leben hat Marc Metzger viele Interessen. Und dazu gehört seit Neuestem auch das Wasser. Oder besser gesagt: das Pauken für den Bootsführerschein mit Ehefrau Veronika. „Das wollten wir immer schon mal machen“, erzählt Käpt’n Marc und lässt sich von „Admiral“ Norbert Röchter erst einmal einweisen. Über 40 Jahre ist der Inhaber der Yachtschule Germania der „Kölner Seebär“ und brachte schon Tommy Engel und Co. das Bootfahren bei.

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Kapitän Marc Metzger am Steuer der Germania.

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„Moment. Der macht ja gar nicht, was ich will“, lacht Marc beim Manövrieren des Bootes. Er bleibt aber die Ruhe selbst. Apropos Ruhe. „Wir hatten ein paar schöne Sachen geplant und seit zehn Jahren keinen Urlaub mehr. Deshalb haben wir das mit dem Führerschein auch durchgezogen“, erzählt Marc. Man hat sich quasi zum 10. Hochzeitstag selbst beschenkt.

Köln: Marc Metzger mit dem Boot auf dem Rhein unterwegs

Doch bis man Kapitän zur hohen See wird, ist das kein Pappenstiel: Seekarten lernen, Knoten, Lichter, Leuchttürme -  Marc und Veronika tauchen gerade ab in eine ganz andere Welt, wie sie feststellen. Der Prüfling: „Das Schlimmste ist für mich: rechnen ohne Handy. Denn unterwegs könnte ja alles nass werden und kaputt gehen. Das leuchtet mir zwar ein, ist aber eine enorme Umstellung.“

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Veronika und Marc Metzger üben bei Norbert Röchter (r.) für den Boot-Führerschein.

Dass die Metzgers übrigens bald ihren Führerschein in den Händen halten, ist laut Norbert Röchter nur Formsache. „Die sind sowas von akribisch und fleißig. Wenn alle Schüler so wären, hätten wir keine Probleme“, lobt er Marc und Veronika.

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Die großen Weltmeere sollen dann aber natürlich erstmal nicht umrundet werden. „Wir haben letztens einen Bericht über die Mecklenburgische Seenplatte gesehen. Das wäre vielleicht etwas für den Anfang“, schaut Marc in die Zukunft. Denn nur von den Übungsfahrten sei man noch lange kein patenter Seemann. Er lacht: „Da sind dann auch viele Anfänger. Da kommt man sich nicht ganz so blöd vor.“

Bei der Übungsfahrt mit EXPRESS klappt aber alles wie am Schnürchen. Denn eins hat Marc Metzger verinnerlicht: „Tommy Engel hat mir mal gesagt, dass man beim Bootfahren Zeit braucht.“ Deshalb macht Marc auch langsam und damit alles fehlerfrei. Ahoi, Käpt’n Blötschkopp – und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

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