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Kirchenaustritte in Köln Heftig: Amtsgericht musste Termine dreimal aufstocken 

Dichte Wolken über dem Kölner Dom

Über dem Kölner Dom sind dunkle Wolken aufgezogen: Der Kirche laufen die Gläubigen davon. 

Das Kölner Amtsgericht hat die Zahl der Kirchenaustritte im zweiten Quartal 2021 präsentiert. Die Zahl spricht Bände.

Köln. Der Katholischen Kirche laufen die (zahlenden) Gläubigen weg. Missbrauchsgutachten, Rolle der Frauen – nur einige Gründe für immer mehr Kölner, sich von der Kirche abzuwenden. Am Donnerstag, 15. Juli, meldete das Amtsgericht die Zahl der Austrittserklärungen für das zweite Quartal 2021. Und die sind heftig. 

So traten von April bis Juni insgesamt 5658 Kölner aus der Kirche aus. Zum Vergleich: Im zweiten Quartal des letzten Jahres waren es gerade mal 763. Eine verheerende Entwicklung für die Kirche.

Die Zahl der Austritte allein im ersten Halbjahr 2021 liegt bei insgesamt 9004. Im Gesamtjahr (!) 2020 waren es 6960. 

Amtsgericht Köln: Online-Buchungssystem brach zusammen

Das Kölner Amtsgericht, zuständig für Austrittserklärungen von Menschen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Stadt Köln, hatte im Sommer letzten Jahres das Online-Buchungssystem eingeführt und bietet derzeit rund 1800 Termine zum Kirchenaustritt an.

Das Angebot ist wegen der starken Nachfrage bereits dreimal aufgestockt worden. Als am 19. Februar 2021 Zusatztermine für März und April  freigeschaltet wurden, war das System bereits nach wenigen Minuten in die Knie gegangen – so enorm war der Ansturm. Die Beweggründe sind vielfältig. Bei den Katholiken zählen unter anderem der Umgang mit Missbrauchsfällen und die Debatte um den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki dazu. 

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