Keine Pommes bei Gaffel Kölnerin gibt Fritteusen-Tipp – die Antwort ist deutlich

Im „Gaffel am Dom“ gibt es ab dem 1. April keine Pommes mehr. Koch Abdul Schneider füllt das letzte Öl in die Fritteuse – in diesem Fall Rapsöl.

Im „Gaffel am Dom“ gibt es ab dem 1. April keine Pommes mehr. Koch Abdul Schneider füllt das letzte Öl in die Fritteuse – in diesem Fall Rapsöl.

Das „Gaffel am Dom“ bietet ab dem 1. April 2022 keine Pommes mehr an. Der Grund: Es gibt nur noch wenig Speiseöl. Auf der Facebook-Seite von EXPRESS.de wird das Thema heiß diskutiert.

Dass das „Gaffel am Dom“ ab dem 1. April 2022 keine Pommes mehr anbietet, hielten viele zuerst für einen vorgezogenen Aprilscherz. Doch ein Scherz ist das absolut nicht. Aufgrund des Öl-Mangels streicht das Kölner Kult-Brauhaus die beliebte Beilage von der Speisekarte.

Eigentlich seien Pommes bei Schnitzel oder Currywurst Standard. Aber die Lieferanten könnten nur einen Bruchteil der bestellten Menge an Speiseöl liefern, schildert Geschäftsführer Erwin Ott. Sie könnten auch nicht sagen, wie lange die Knappheit andauern werde. Angesichts des Krieges in der Ukraine gebe es die Befürchtung, dass diese Situation anhalten werde.

Sowohl bei Sonnenblumenöl als auch bei Rapsöl gebe es Lieferprobleme. „Da mussten wir reagieren“, verdeutlicht Ott. Zudem seien Speiseölpreise in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen.

Kölner Brauhaus bietet keine Pommes mehr an – Diskussion auf Facebook

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Auf der Facebook-Seite von EXPRESS.de wird der Pommes-Verzicht heiß diskutiert. Über 200 Kommentare gibt es inzwischen zu dem Thema (Stand: 31. März 2022, 9.21 Uhr).

Unter anderem bedauern viele Nutzer und Nutzerinnen, dass die Pommes vorerst wegfallen, aber sie geben auch Tipps, die sich an die Gaffel-Küche richten:

  • „Es gibt doch Heißluft-Fritteusen. Das geht ohne Öl“.
  • „Wie wäre es mit Palmin oder einem anderen Fett?“

Dazu erklärt eine Userin: „Mit der Heißluft-Fritteuse dauert es länger und es schmeckt einfach anders. Habe selber eine.“ Und zum Thema Palmin sagt Geschäftsführer Erwin Ott: „Damit werden die Pommes nicht so schön knusprig.“

Auf Facebook wird zudem die Frage gestellt: „Und was ist mit Bratkartoffeln, Schnitzel oder Backfisch? Fallen die auch bald weg?“ Ott gibt Entwarnung: Reibekuchen und Schnitzel würden im „Gaffel am Dom“ weiter angeboten.

Dehoga NRW: „Gaffel am Dom“ kein Einzelfall

Die Nöte des Kölner Brauhauses sind nach Ansicht des Branchenverbandes Dehoga NRW kein Einzelfall. „Wir haben eine angespannte Situation, in der bestimmte Speiseölsorten wie Sonnenblumenöl schwerer als sonst zu bekommen sind“, sagte Sprecher Thorsten Hellwig der dpa.

Das könne Betriebe, die viel Öl benötigen, besonders treffen. Wie viele Gastronomen tatsächlich davon betroffen seien und wie lange die Lieferengpässe anhielten, sei derzeit nicht absehbar. Hinzu kämen Inflationseffekte in vielen Bereichen. (mit dpa)

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