Kehrtwende im StreitFeiern an der Kölner Südbrücke vorerst wieder erlaubt

Südbrücken-Betreiber Boris Witschke mit Kira Wolter auf dem Open-Air-Gelände.

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Südbrücken-Betreiber Boris Witschke mit Kira Wolter auf dem Open-Air-Gelände.

Kehrtwende im Streit um die Kölner Südbrücke: Nach einem Verbot darf auf dem beliebten Gelände wieder gefeiert werden.

Aufatmen nach dem Aus: Auf dem Gelände der Südbrücke kann wieder gefeiert werden, mit Konzerten und Märkten. Doch ein zentrales Problem ist noch ungelöst.

Die Zeit des Bangens ist vorbei: Die Open-Air-Anlage Südbrücke in Köln darf wieder Events durchführen. Diese Nachricht verkündete die Crew von Boris Witschke am 22. Juli abends via Instagram. Die Stadt Köln hatte zuvor rasch die notwendigen Bewilligungen ausgestellt, was diesen Schritt ermöglichte.

Zuerst der Stopp, dann die Blitz-Genehmigung

Die Betreiber schreiben: „Die Südbrücke spielt wieder!“. Weiter heißt es: „In dieser Woche sind nach grandiosem Einsatz vieler Menschen aus Szene, Bevölkerung, Politik und Klubkomm e.V. Erlaubnisse erteilt worden, Konzerte, Märkte und Ähnliches veranstalten zu dürfen.“ Dies ebne den Pfad für eine „hoffentlich reibungslose Restsaison“.

Die Situation sah vor Kurzem noch völlig anders aus. Per Anordnung hatte die Kölner Stadtverwaltung Events auf dem Areal in Poll verboten. Eine veränderte juristische Einschätzung war der Grund dafür: Die Südbrücke konnte sich nicht mehr auf eine Regelung aus NRW berufen, die bis zu 25 Events ohne separate Bewilligung gestattet, was im Vorjahr noch möglich war. Die Folge: Schon terminierte Veranstaltungen mussten gestrichen werden.

Jetzt richten die Veranstalter einen expliziten Dank an die Bauaufsicht. Deren Personal habe die vorgelegten Baugesuche „fast in Rekordzeit bearbeitet und positiv beschieden“. Laut Aussage der Crew sichern diese schnellen Bewilligungen vorerst den Betrieb für die laufende Saison.

Die Auseinandersetzung mit der Stadtverwaltung ist jedoch keineswegs beendet. In der Mitteilung steht: „Damit sind nicht alle Fragen beantwortet. Die Dauergenehmigung steht immer noch wie seit Jahren aus“. Es gebe aber „dem Vernehmen nach Bewegung“ in der Angelegenheit.

Auch eine Petition wurde zu diesem Zweck initiiert, zumal auch der Streit über die Auslegung des NRW-Erlasses von den Südbrücken-Betreibern noch nicht als beendet angesehen wird.

Daher wolle man sich zusammen mit dem Klubkomm e.V. auch künftig für stabile Konditionen für die unabhängige Club- und Festivallandschaft in Köln engagieren. Denn obwohl auf dem Südbrücke-Gelände diesen Sommer wieder Veranstaltungen stattfinden können, bleibt die fundamentale Frage der Genehmigung weiterhin ungeklärt. (red)

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