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Emotionales „Pripro“-FinaleDiese Geste ließ bei Kuckelkorn die Tränen fließen

Christoph Kuckelkorn mit seiner Frau Katia bei der Proklamation.

Christoph Kuckelkorn ließ am Ende der Proklamation in den Armen seiner Frau Katia den Tränen freien Lauf.

Zum letzten Mal führte Christoph Kuckelkorn als Moderator durch die Proklamation des Dreigestirns. Der scheidende Festkomitee-Präsident wurde von seinen Emotionen am Ende überwältigt.

Fünf Stunden lang hatte Christoph Kuckelkorn (61) den Abend professionell durchgezogen. Als Moderator führte er am Freitag (9. Januar 2026) ein letztes Mal durch die Proklamation des Kölner Dreigestirns.

Nach der Session tritt der Festkomitee-Präsident vorzeitig von seinem Amt zurück. Nach 21 Jahren in leitenden Funktionen wird er dann „nur“ noch als Blauer Funk Karneval feiern – ohne Verantwortung und Aufgaben.

Christoph Kuckelkorn tritt nach der Session von seinem Amt zurück

Im Vorfeld hatte Kuckelkorn gegenüber EXPRESS.de schon angekündigt, dass er nicht zu viel Wirbel um seine Person haben möchte. „Wenn da zu viel kommt, dann haue ich ab“, sagte er scherzhaft.

Das Programm im Gürzenich drehte sich bis nach Mitternacht tatsächlich nicht um den Präsidenten, sondern um das Sessionsmotto „Mer dun et för Kölle“ und das Trifolium. Erst nach dem Auftritt von Stefan Knittler kam es zur angekündigten Überraschung.

Der 13-jährige Robin von den Blauen Funken überreichte Kuckelkorn ein blaues Krätzchen, das dieser anstelle seiner Präsidentenmütze aufsetzen sollte. „Und jetzt? Wie geht’s jetzt weiter?“, fragte der 61-Jährige leicht irritiert.

Das Krätzchen war ein ganz besonderes. Es war das seines 2024 verstorbenen Vaters Fro. Sein Sohn Marcel hatte diesen Moment mit den Blauen Funken ausgeheckt. Als er das realisierte, überschlugen sich die Gefühle.

Michael Kuhl beim Auftritt im Gürzenich.

Begleitet von Michael Kuhl wurde Christoph Kuckelkorn bei der Proklamation gewürdigt.

Michael Kuhl kam auf die Bühne und sang sein wunderschönes Lied „Karneval, ach Karneval“. Währenddessen stand „Danke Christoph“ auf der Leinwand. Der drückte seine Frau Katia ganz eng an sich und ließ den Tränen freien Lauf.

Die Vorstandskollegen des Festkomitees kamen dazu und applaudierten ihrem scheidenden Chef minutenlang. In diesem Moment war es um ihn endgültig geschehen. Als er beim Auftritt von Cat Ballou die Verabschiedung in die TV-Kameras sprechen sollte, musste er mehrmals ansetzen.

Christoph Kuckelkorn mit seiner Familie bei der Proklamation.

Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn (M.) hatte seine Familie im Gürzenich mit dabei: Amanda, Marcel, Laura, Helga und Hein (v.l.).

Auch in der finalen Version stockte er noch ein wenig, die Botschaft kam dennoch über. „Meine Damen und Herren, das war die Proklamation 2026. Der organisierte Karneval in Köln ist gut, jung, frisch und kraftvoll in seinem zweiten Jahrhundert. Sie konnten daran ausgiebig teilhaben.“

Ab März wird ein anderes Gesicht die Geschicke des Karnevals leiten. „Ich persönlich danke Ihnen für viele Jahre Ihrer Treue. Wir starten mit Schwung in unsere kurze Session und sehen uns wieder an Rosenmontag, beim Fastelovend in Köln“, sagte er.

Christoph Kuckelkorn tanzt beim Auftritt von Druckluft.

Als beim Auftritt von Druckluft das Publikum im Gürzenich eskalierte, machte auch Christoph Kuckelkorn begeistert bei der „Karnevalsmaus“ mit.

Die Familie gab dem Präsidenten und Moderator an diesem so emotionalen Abend Rückhalt. Mutter Helga war mit ihrem Lebensgefährten Hein dabei. Die Kinder Marcel (mit Amanda) und Laura waren ebenfalls im Saal. Zwischen den Programmpunkten huschte Kuckelkorn auch mal kurz zu seiner Frau Katia, um sich ein Küsschen abzuholen.

Die Nacht nach diesem besonderen Abend war extrem kurz. Vom Gürzenich ging es in die Hofburg und danach noch in den Stadt-Treff. „Ich habe nur anderthalb Stunden geschlafen, denn ich musste schon um 7.30 Uhr zu einer großen Beerdigung“, sagte der Bestattungsprofi.

Die Gedanken kreisten auch am Tag danach noch rund um die bewegende „Pripro“. „Ich möchte eigentlich meine letzte Session einfach nur genießen und Spaß haben. Ich hoffe nicht, dass es zu viele aufwühlende Momente gibt“, sagte Kuckelkorn zu EXPRESS.de.

„Denn ich kann meine Gefühle nur schwer kontrollieren.“ Was das bedeutet, war im Gürzenich deutlich zu sehen. Und schon jetzt ist klar, dass bis Aschermittwoch noch mehrmals Tränen fließen werden.