Bei diesem Karnevalszug geht es mal nicht in erster Linie ums Kamelle-Sammeln. Im Vordergrund stehen vielmehr die Kreativität der jungen Teilnehmer und die lustigen Kostüme.
Nach erfolgreicher RettungHunderttausende feiern Schull- und Veedelszöch

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Die Schull- un Veedelszöch ziehen durch die Severinstraße.
Aktualisiert
Ein Glück, dass die Rettung erfolgreich war!
Vor rund anderthalb Jahren schlugen die Macher der Schull- und Veedelszöch Alarm. Die kommenden Ausgaben waren damals stark gefährdet – weil das Geld knapp wurde.
Schull- und Veedelszöch locken Hunderttausende an
Doch in einer solidarischen Aktion vieler Kölnerinnen und Kölner konnte die Finanzierung der Schull- und Veedelszöch doch noch gerettet werden. Und das kurz vor dem Umzug am Karnevalssonntag 2025. Auch dieses Jahr ist das tolle Ereignis wieder zu bestaunen – und Hunderttausende wollen es live verfolgen.
Seit 11.11 Uhr ziehen die „Schull- und Veedelszöch“ am Sonntagmittag (15. Januar) durch Köln. Der Zug umfasst etwa 8.000 aktive Teilnehmende und hat die gleiche Route wie der Rosenmontagszug. 44 Schulen von der Grundschule über die Hauptschule bis zum Gymnasium ziehen dieses Jahr mit. Dazu kommen Gruppen von 48 Veedelsvereinen. Am Straßenrand stehen nach Angaben der Veranstalter jedes Jahr etwa 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Teilnehmenden wie bei einem Marathon anfeuern.
Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sind alle in selbst gestalteten Kostümen unterwegs, an denen sie monatelang gearbeitet haben. Dazu spießen sie aktuelle Themen auf, etwa die teils mangelhafte Ausstattung der Kölner Schulen oder den Einzug von KI in den Unterricht.
Die „Schull- und Veedelszöch“ gelten als besonders ursprünglich. Ihre Anfänge reichen bis ins Mittelalter zurück: Damals machten sich Gesellen aus Handwerksbetrieben über ihre mühselige Arbeit lustig. (sku, dpa)


