Rechtzeitig vor dem Sessionsstart ist der neue Mottoschal erhältlich. Kostümriese Deiters hat dabei das aktuelle Motto des Festkomitees wieder kreativ umgesetzt.
Pünktlich vor dem 11.11.Mottoschal unterstützt Botschaft: Runter vom Sofa und anpacken
Er wärmt, ist bunt und erfüllt einen guten Zweck. Für viele Jecke ist der Mottoschal stets ein absolutes Muss und gehört zur Basis-Verkleidung. Seit 2011 setzt Kostümriese Deiters das jährliche Sessionsmotto des Festkomitees Kölner Karneval kreativ um.
„Morje es, wat do druhs mähs!“ heißt es in diesem Jahr. Nachdem in der vergangenen Session das Ehrenamt gewürdigt wurde, wird jetzt der Blick nach vorn gerichtet. „Es geht um das Tun und den Mut, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen“, sagt Präsident Lutz Schade.
Mottoschal 2027: Deiters hat 50.000 Exemplare hergestellt
Alles wird teurer, die Rente reicht hinten und vorn nicht. Im Internet wird nur noch Frust abgelassen. Jeder meckert, aber keiner macht was. Das ist die Ausgangslage für das diesjährige Motto. „Handy weg, reden!“ ist eine der Forderungen, die das Festkomitee ausruft. „Zukunft fängt am Küchentisch an.“
Die Jecken wollen etwas gegen die Ohnmacht vieler Menschen unternehmen. „Nicht immer nur auf der Couch sitzen und in die sozialen Medien starren. Man muss auch anpacken. Mit Kreativität, Zuversicht und Gemeinschaft können neue Ideen wachsen und aus vielen kleinen Impulsen etwas Großes entstehen.
Genau diese Haltung gehört auch zum Karneval, denn der lebt von Menschen, die mitmachen, gestalten und gemeinsam etwas auf die Beine stellen“, sagt Schade.
Der Mottoschal setzt dieses farbenfroh mit Details wie Konfetti und Lappenclown-Elementen um. Eine Seite ist mit einem feinen Netz versehen, hinter dem sich zahlreiche farbige Pompons befinden, die sich bewegen und den Schal lebendig machen.

Copyright: Daniela Decker
Herbert Geiss (l.) und Festkomitee-Präsident Lutz Schade (2.v.r.) hatten auch eine XXL-Version des Mottoschals bei der Vorstellung.
Ein abnehmbares Steuerrad steht als Accessoire sinnbildlich dafür, dass jeder sein Leben und seine Zukunft selbst in die Hand nehmen kann. Das kleine Kissen mit dem Motto lässt sich auch als Pin am Kostüm befestigen. Rund 50.000 Exemplare des Schals wurden hergestellt.

Copyright: Daniela Decker
Zur Vorstellung des Schals fand in der Deiters-Filiale eine kölsche Party statt. Die Rabaue traten zusammen mit Julie Voyage auf.
„Der Schal ist bunt wie unsere Stadt“, sagt Deiters-Chef Herbert Geiss. „Dieses Motto gehört in die Gesellschaft. Es liegt nicht immer nur an den Unternehmen, dem Festkomitee oder der Politik. Jeder ist gefragt. Es ist die Hausaufgabe für alle, das Motto zu leben.“

Copyright: Daniela Decker
Auch die Lucky Kids mit Chorleiter Michael Kokott waren zur Schal-Präsentation gekommen.
Der Kostüm-König ging mit gutem Beispiel voran. Er spendierte zur Präsentation des Schals am Donnerstagabend (22. Oktober 2026) eine große Party. In der Filiale am Hohenstaufenring gab es für alle Gäste Kölsch, Gulaschsuppe von Sternekoch Maximilian Lorenz und Käsebrötchen, dazu ein buntes Programm.

Copyright: Daniela Decker
Auch die Funky Marys waren bei der Präsentation dabei und sangen ihre Hits.
Die Rabaue präsentierten mit Julie Voyage ihren Sessions-Ohrwurm „Tok Tok – Endlich Fastelovend“. 22 Lucky Kids unter der Leitung von Michael Kokott sangen einige Titel. Schließlich sorgten die Funky Marys mit ihren Hits und dem neuen Erfolgssong „Fehler“ für Stimmung zwischen den Kostümregalen.
Wie in jedem Jahr fließen fünf Euro pro verkauftem Schal zurück in den Karneval. Das Festkomitee finanziert damit konkrete Projekte im Kinder- und Jugendkarneval wie die neue Website für Pänz, Eltern und Lehrkräfte. Der Schal für Erwachsene kostet 19,99 Euro, die Pänz-Version 14,99 Euro.
