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Lachende KölnarenaKult-Event sorgt für Allzeit-Rekord – ganz besonderer Elferrat

In der Lanxess-Arena ist die größte Lachende Kölnarena der bisherigen Geschichte über die Bühne gegangen. 18.500 Jecke feierten ein über sechsstündiges Programm und einen besonderen Elferrat.

Prinz Niklas I. schaute andächtig Richtung Bühne, betrachtete die sprühenden Funken beim Opening und musste kurz schlucken. „Ich bekomme dabei immer feuchte Augen“, gestand er.

Die zehnte Ausgabe der Lachenden Kölnarena am Samstagabend (7. Februar 2026) war eine ganz besondere. Mit 18.500 Feiernden strömten so viele Menschen wie noch nie zuvor zu einem einzelnen Termin der Kult-Veranstaltung.

Lachende Kölnarena: Bester Besuch in der 61-jährigen Geschichte

Seit dem vergangenen Jahr öffnen die Veranstalter der Lanxess-Arena und der Gastspieldirektion Otto Hofner den Oberrang, um dem kontinuierlich steigenden Interesse gerecht zu werden. Dadurch sind auch neue Bestwerte möglich. So viele Gäste wie nun waren es noch nie zuvor in der 61-jährigen Geschichte des Traditionsformats.

„Die Lachende Kölnarena steht für ein friedliches Miteinander und für die Zelebrierung des karnevalistischen Brauchtums, ohne sich für Neuheiten und moderne Elemente zu verschließen. Der Zuschauerrekord zeigt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“, sagte Arena-Chef Stefan Löcher.

„Wir bringen verschiedenste Generationen des Karnevals zusammen und schauen Jahr für Jahr nach Optimierungspotenzialen. Regelmäßig hören wir: ‚So etwas gibt es nur in Kölle‘ – und darum geht es.“

Löcher erhielt für die Allzeit-Bestmarke einen Award von der Gastspieldirektion Otto Hofner. „Dass wir die Rekordnachfrage aus dem Vorjahr nochmals steigern konnten, ist für uns einfach unfassbar. Eine komplett ausverkaufte Halle war für uns bisher nicht vorstellbar“, sagten die Geschäftsführer Nathalie Drmota und Michael Burgmer. „Hier wird seit Jahrzehnten generationsübergreifend friedlich gefeiert.“

Nathalie Drmota, Stefan Löcher und Michael Burgmer bei der Preisverleihung.

Nathalie Drmota und Michael Burgmer (r.) zeichneten Lanxess-Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher mit einem Award für den Gästerekord aus.

Die Rekord-Lachende war noch aus einem zweiten Grund ganz besonders. Der doppelte Elferrat wurde vom Festkomitee Kölner Karneval gestellt. Der scheidende Präsident Christoph Kuckelkorn bildete mit seinen Vorstandskollegen und vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden den Rahmen.

Und selbst für Kuckelkorn war dies eine Premiere. „Ich habe ohnehin kaum Elferratserfahrung, denn bei uns im Festkomitee darf man ab 50 nicht mehr in den Elferrat“, sagte der 61-Jährige. Sitzungsleiter Markus Pohl brach vor Freude hinter der Bühne in Tränen aus, als er erfuhr, wer neben ihm den Abend bestreitet.

Sitzungsleiter Markus Pohl mit dem Elferrat des Festkomitees.

Erstmals stellte der Vorstand des Festkomitees den Elferrat der Lachenden Kölnarena: Lutz Schade, Marcus Becker und Christoph Kuckelkorn (v.l.) neben  Sitzungsleiter Markus Pohl (2.v.r.).

Und selbst für die obersten Hüter des Kölner Karnevals gab es im Vorfeld klare Ansagen. Das Festkomitee musste sogar einen Vertrag unterschreiben, in dem das korrekte Verhalten geregelt ist. Im Gegenzug gab es einen Obolus, der in den Kinder- und Jugendkarneval fließt – und drei Pittermännchen für den Abend.

Von Nathalie Drmota gab es klare Ansagen in den Arena-Katakomben. „Handys bleiben oben am Tisch permanent in der Tasche“, lautete die erste Regel. „Setzt euch nicht hin, wenn eine Tanzgruppe auf der Bühne ist. Wir erlegen es jedem Elferrat auf, dass er ehrfürchtig stehen bleibt und denen Ovationen gibt, die das in ihrer Freizeit machen.“

Marita Köllner bei der Polonaise mit dem Festkomitee-Elferrat.

Marita Köllner holte den Festkomitee-Elferrat von den Stühlen und startete ihre Polonaise.

Es gebe ein internes Ranking für die beste Darbietung. Das Garde-Korps Köln Blau-Weiß Zündorf habe die Messlatte in dieser Session ziemlich hochgelegt. „Ihr repräsentiert nicht nur unsere Veranstaltung, sondern auch das Festkomitee“, führte Drmota aus.

„Ihr müsst den Leuten zeigen, dass ihr auch feiern und nicht nur Gesetze und Regeln machen könnt.“ Zudem gab es noch eine Warnung für die erfahrenen Karnevalisten: „Es ist richtig Arbeit da oben. Viele unterschätzen die Zeit und kommen am Ende fast heruntergekrochen.“

Die Bläck Fööss beim Auftritt auf der Bühne.

Die Bläck Fööss waren eine der zahlreichen Bands auf der Bühne. Bei „Unsere Stammbaum“ erzeugte die Kultband echte Gänsehautatmosphäre.

Zugleiter Marc Michelske überbrachte den beiden Geschäftsführern noch eine tolle Nachricht. Drmota und Burgmer dürfen an Rosenmontag auf dem Museumswagen des Festkomitees mitfahren. „Das haut mich um und ist eine Riesen-Ehre“, sagte Drmota mit Tränen in den Augen. Für Kuckelkorn gab es von ihr wiederum einen Award für seine 21 Jahre im Festkomitee-Vorstand.

Michael Burgmer, Christoph Kuckelkorn und Nathalie Drmota bei einer Ehrung.

Nathalie Drmota und Michael Burgmer (l.) zeichneten Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn für seine 21 Jahre im Vorstand aus.

Anschließend ging es im kölschen Hexenkessel gewohnt wild zur Sache. Marita Köllner holte den Elferrat bei ihrer Polonaise von den Stühlen. Auch in der Halle sah man überall nur glückliche Jecke, die durch die Gegend zogen.

Domstürmer, Bläck Fööss, Höhner, Cat Ballou, Klüngelköpp, Paveier, Miljö, StadtRand, Räuber, Kasalla, Brings und zum großen Finale Querbeat sorgten einmal mehr für Ausnahmezustand bei Kölns größter Brauchtumsveranstaltung.

Das Publikum in der Live Music Hall feiert bei „Loss mer singe“.

„Loss mer singe“ beendet

Glatter Durchmarsch: Sessionshit gewinnt fulminant