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„Loss mer singe“ beendetGlatter Durchmarsch: Sessionshit gewinnt fulminant

Das Publikum in der Live Music Hall feiert bei „Loss mer singe“.

Auch beim Finale der „Loss mer singe“-Kneipentour wurde am Samstagabend (7. Februar 2026) der Sessionshit „Karnevalsmaus“ von Druckluft frenetisch gefeiert.

Aktualisiert

Die 26. Ausgabe der Mitsing-Initiative „Loss mer singe“ ist beendet. Nach dem Finale der Kneipentour stehen alle Platzierungen fest. Am Sessionshit bestand in diesem Jahr kein Zweifel.

Was für ein Durchmarsch. So sehr hat selten ein Sessionslied die Kneipentour von „Loss mer singe“ dominiert. Auch die 45. Etappe am Samstagabend (7. Februar 2026) in der Live Music Hall führte zum bekannten Bild.

„Karnevalsmaus“ von Druckluft ist der überlegene Sieger beim „Einsingen in den Karneval 2026“. Bis auf zwei Kneipen gewann die Brasspop-Band alle Termine der Tour und kam so am Ende auf 36.706 Punkte.

„Loss mer singe“: 45 Abende in Kölner Kneipen und zwölf im Umland

Mit ordentlichem Abstand und 17.448 Punkten landete Kasalla mit „Adios Amigos“ auf Rang zwei. Der dritte Platz war bis zuletzt umkämpft. Lupo schafften es mit „Minsche der Stadt“ auf das Treppchen. Die Schunkelballade gewann die Etappen im Lapidarium und im Anno Pief und hatte am Ende 109 Stimmen mehr als Stadtrand mit „Papajei“.

Auf den Plätzen fünf bis zehn landeten die Klüngelköpp („C’est la vie“), King Loui („Schenk mir noch ne Danz“), Miljö („Superheld“), Mätropolis („Niemols im Levve“), Lupo („FastelovenDJ“) und Cat Ballou („Eau de Cologne“).

Hier den Sieger anhören („Karnevalsmaus“ von Druckluft):

Bei den „Op Jöck“-Veranstaltungen im Umland mit zwölf Terminen zwischen Bonn, Wipperfürth und Kerpen bot sich das gleiche Bild. Hinter Druckluft und Kasalla holten dort die Klüngelköpp mit „C’est la Vie“ die Bronzemedaille.

„Loss mer singe“-Erfinder Georg Hinz mischte sich beim Finale unter die Menge in der rappelvollen Live Music Hall. Er erlebte dort die besondere Magie der Mitsing-Initiative. „Jung und Alt haben zusammen jedes Lied gefeiert und gesungen. Es war eine wunderbare Energie im Saal“, sagte er zu EXPRESS.de.

Die Band Lupo feiert auf der Bühne ihren dritten Platz.

Die Band Lupo schaffte es mit ihrer gefühlvollen Ballade „Minsche der Stadt“ auf Platz drei. Sie holte sich die Urkunde direkt am Abend vor Ort ab.

„Das Abstimmen am Ende gehört zwar zu ‚Loss mer singe‘, ist aber fast nur noch ein Randaspekt. Die Leute lieben das Gemeinschaftserlebnis. Wir führen die Menschen zusammen, damit die sich durch das friedliche Miteinander für den Alltag stärken können, indem sie die kölsche Musik feiern.“

Aus ursprünglich 380 Titeln hatte das „Loss mer singe“-Team 22 ausgewählt, die in den Wettbewerb gestartet sind. „Jedes Lied wurde gefeiert und es war für viele am Ende schon eine Schwierigkeit, die sechs Lieder auszuwählen, die Punkte bekommen. Viele Songs bekamen auch durch die entsprechende Anmoderation die richtige Aufmerksamkeit. Die Menschen haben in dieser Session wieder ihr Repertoire an kölschen Liedern vergrößert“, sagte Hinz.

Das Team von „Loss mer singe“ beim Gruppenfoto.

Das fast 70-köpfige Team von „Loss mer singe“ feierte in der Live Music Hall den Abschluss der diesjährigen Kneipentour.

Der dritte Platz des Lupo-Songs sei zudem ein gutes Beispiel dafür, was durch die im Saal verteilte Texthilfe passieren kann. „Da punktet auch ein Titel mit einem langen, anspruchsvollen Refrain. So können sich auch immer Gruppen in den Vordergrund spielen, die sonst nicht zu den Top-Bands der Stadt gehören.“

Georg Hinz feiert im Publikum „Loss mer singe“.

Georg Hinz (M.), der Gründer von „Loss mer singe“, mischte sich beim Finale der Kneipentour unter das Publikum, um die Stimmung im Saal hautnah zu erleben.

Das fast 70-köpfige „Loss mer Singe“-Team hat in dieser Session auch wieder zahlreiche Mitsing-Events für Kinder, in den Riehler Heimstätten, in Schulen oder Kirchengemeinden sowie Benefiz-Abende durchgeführt. So fanden in Summe rund 70 Veranstaltungen statt.

Lupo eilte noch am Samstag in die Live Music Hall, um die Urkunde entgegenzunehmen. Bei der Party an Karnevalsfreitag in den Balloni-Hallen werden Druckluft und Kasalla geehrt.

Oben in den Charts mit dabei: Brings, hier bei der Aufzeichnung der ARD-Fernsehsitzung am 6. Februar.

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