Bei der zweiten Aufzeichnung der ARD-Fernsehsitzung waren wieder zahlreiche prominente Gäste im Gürzenich. Oberbürgermeister Burmester und Ministerpräsident Wüst wählten das gleiche Kostüm.
OB nimmt sich selbst aufs KornBob der Burmester feiert Kostümpremiere

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Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester kam als Bob der Burmester mit seiner Ehefrau Jacqueline am Freitagabend (6. Februar 2026) zur TV-Sitzung.
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„Können wir das schaffen?“ – „Yo, wir schaffen das!“ Diese Devise hat sich Kölns neuer Oberbürgermeister auf die Fahne geschrieben. Als Bob der Burmester will er ähnlich wie in der legendären Kinderserie die Probleme in der Stadt anpacken.
Am Freitagabend (6. Februar 2026) feierte Torsten Burmester (63) seine Kostümpremiere bei der zweiten Aufzeichnung zur ARD-Fernsehsitzung des Festkomitees. Und der OB hatte mitbekommen, dass ihm die Karnevalsredner diesen Spitznamen verpasst hatten.
ARD-Fernsehsitzung: Ausstrahlung an Rosenmontag ab 20.15 Uhr
Mit blauer Latzhose, passendem Pulli und gelbem Helm erschien er an der Seite seiner Ehefrau Jacqueline im Gürzenich. Selbst eine kleine Säge und eine Zange hatte er dabei. In seiner Nähe saß auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (50). Auch der war in Arbeitskleidung und mit Helm gekommen.
„Es wird viel gebaut in den nächsten Jahren. Wir haben den Nordrhein-Westfalen-Plan vorgelegt. Es werden mindestens rund 60 Milliarden Euro in die Infrastruktur investiert in den nächsten zwölf Jahren“, sagte er zu EXPRESS.de. „Und ich bin mir sicher, in Köln wird davon eine Menge gebraucht und verbaut. In Köln ist immer was zu tun.“
Burmester grinste begeistert, als er den Landesvater entdeckte. „Original und Fälschung“, sagte er. „Ich nehme ihn auf jeden Fall beim Wort, dass das Land uns Mittel für Bauprojekte zur Verfügung stellen will. Er sagt das ja immer, aber dann muss das Geld auch fließen.“

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NRW-Innenminister Herbert Reul (2.v.l.) war mit Ehefrau Gundula im Gürzenich. Ministerpräsident Hendrik Wüst (r.) hatte seine hochschwangere Ehefrau Katharina an seiner Seite.
Wüst war mit seiner Ehefrau Katharina in Kölns gute Stube gekommen. Und die genoss den Abend hochschwanger sichtlich. „Im März kommt unser zweites Kind zur Welt. Und ich freue mich, dass das Baby direkt mal Karneval mitbekommt“, sagte sie zu EXPRESS.de.
Komiker Guido Cantz schaute auch verwundert, als er die beiden Bauarbeiter im Publikum entdeckte. „Die Helm-Brothers“, witzelte er. Zu Bonns Oberbürgermeister Guido Déus sagte er: „Wir sollten mal die Namen tauschen. Déus klingt doch nach Showbühne. Und Guido Cantz hast du als Politiker auch schon lange nicht mehr gehört.“

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Gewohnt pointiert nahm Guido Cantz das aktuelle Weltgeschehen aufs Korn.
Natürlich ließ sich auch Innenminister Herbert Reul, der Stammgast in den jecken Sälen ist, die TV-Sitzung nicht entgehen. Als Cantz anmerkte, dass dieser gegen die Clans in NRW ankämpfe, gab es Sonderapplaus. Im Karneval gebe es auch Clans, führte der Redner aus. „Da heißen die Traditionskorps.“
Da die Übertragung der Sitzung erst an Rosenmontag im Fernsehen zu sehen ist, mussten sich die Gäste gedanklich schon mal zehn Tage in die Zukunft versetzen. „Wir grüßen aus der lustigsten Stadt Deutschlands. Wir hatten heute einen so sensationellen Rosenmontagszug. Die Stimmung war toll“, wusste Cantz schon zu berichten.

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Unter den Ehrengästen war auch Moderatorin Sabine Heinrich (l.), die mit ihrer Mutter Ruth gekommen war.
Zudem verdeutlichte er nochmals, wie die aktuelle Politik Büttenredner immer wieder vor neue Herausforderungen stellen würde. „Ich schaue jeden Morgen hektisch auf mein Handy, um zu prüfen, was mein Comedy-Kollege Donald Trump jetzt schon wieder gemacht hat.“
Zu Beginn der Sitzung zog das Reiter-Korps Jan von Werth in den Saal. Das tanzende Jan-un-Griet-Paar, Horst-Peter und Melanie Becker, fiebert auch schon dem Sessionshöhepunkt entgegen. An Weiberfastnacht beginnt das Historienspiel der beiden um 13.30 Uhr am Chlodwigplatz, ehe danach der Umzug startet.

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Den Auftakt der Fernsehsitzung bestritt das Reiter-Korps Jan von Werth mit dem Tanzpaar Lisa Quotschalla und Sascha Beslic.
Miljö, Marc Metzger, Brings und die Tanzgruppe Kölsche Greesberger begeisterten das Publikum. Martin Schopps bedachte in seinem Zukunftskrätzchen auch den US-Präsidenten: „Donald Trump hat keinen Sex mehr, es ist die Hölle. Melanie verlangt Einfuhrzölle.“
Die Klüngelköpp, der Aufzug des Dreigestirns und Cat Ballou krönten die bunte Sitzung. Die Band um Frontmann Oli Niesen legte sogar noch eine Zugabe hinterher, als die TV-Kameras bereits ausgeschaltet waren.

