Komiker Martin Klempnow, den die meisten durch seine Kunstfigur „Dennis aus Hürth“ kennen, steigt 2027 als Redner im Karneval ein. Eine erste Schnupperrunde drehte er nun mit Martin Schopps.
Nachhilfe von Bütt-Profi SchoppsKult-Komiker startet in den Karneval

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Martin Schopps (l.) hatte für einen Tag „Dennis aus Hürth“ im Schlepptau, als den vermutlich bekanntesten „Karnevals-Praktikanten“.
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Er ist inzwischen seit 25 Jahren im Karneval aktiv und gehört zu Kölns absoluten Top-Rednern. Martin Schopps (51) räumt auch in dieser Session mächtig ab. Abend für Abend zieht er allein mit seiner Gitarre durch die Säle und begeistert mit seinem Vortrag.
EXPRESS.de traf den Büttenredner jetzt jedoch in Begleitung. Comedian Martin Klempnow (52) wich Schopps nicht von der Seite, folgte ihm selbst bis auf die Toilette. Bekannt ist der Komiker, Moderator und Schauspieler als „Dennis aus Hürth“.
Martin Klempnow zog schon mit Brings durch die Karnevalssäle
Seit 2009 bekleidet er die Rolle des Berufsschülers aus Hürth, der Gesichtsbräune, College-Jacke und pinkfarbene Totenkopf-Kappe trägt. Die Menschen in seiner Umgebung nennt er liebevoll „Ottos“ – und füllt mit seinen Shows ganze Hallen.
„Hab‘ einen ehemaligen Schüler im Schlepptau – bekannt aus allen Grundkursen“, schrieb Schopps in den sozialen Medien. Doch hinter der gemeinsamen Tour steckte ein ernster Hintergrund. „Dennis aus Hürth“ steigt in der Session 2027 als Redner im Karneval ein.
„Er ist als mein ‚Praktikant‘ mit mir unterwegs, um mal Karnevalsluft zu schnuppern. Er hat auf jeden Fall großen Spaß. Als Lehrer kann ich sagen: Dennis ist ein hoch motivierter, wissbegieriger Schüler, von dem ich noch viel lernen kann. Zum Beispiel, wie man im Auto Shisha raucht und gleichzeitig Redbull-Dosen auf ex trinkt“, sagte Schopps.
Der Kult-Komiker war auch ganz begeistert. „Was für ein Erlebnis: tolle Stimmung, mega Publikum. Karneval mit Martin Schopps ist wie Klassenfahrt, bei der der Lehrer nicht nervt, sondern die Getränke organisiert“, sagte er zu EXPRESS.de.

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In der Session 2019 zog „Dennis aus Hürth“ (l.) bereits mit Brings zum Song „Et jeilste Land“ durch die Säle.
2019 hatte Dennis aus Hürth schon einmal einen Berührungspunkt mit dem Karneval, als er mit Brings das Lied „Et jeilste Land“ gesungen hat. „Damals haben wir knapp 200 Auftritte in 60 Tagen abgerissen. Ich muss zugeben, in der Zeit habe ich mich ein klein wenig in den Karneval verliebt“, sagt der Comedian.
Michael Gerhold hat als Geschäftsführer der Künstleragentur Erste11 Klempnow angesprochen. „Er wird uns bei der kurzen Session 2027 aktiv unterstützen. Gerade weil die Session so kurz ist und viele Redner schlichtweg fehlen, freuen wir uns umso mehr, dass Dennis nicht lange gezögert hat. Er steht zu Fastelovend, hält dem Karneval die Treue und springt mit voller Leidenschaft ein, wo Lücken entstehen.“

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Martin Klempnow (r.) wich Martin Schopps nicht von der Seite und folgte ihm selbst bis auf die Toilette.
Der Ex-Prinz und Präsident der Nippeser Bürgerwehr überbrachte die Idee beim gemeinsamen Kaffeetrinken. „Wir wissen alle, dass es schön wäre, wenn wir ein breiteres Angebot an Rednern hätten. Er hat zwar nicht spontan Ja gesagt, weil es schließlich auch ein großer Schritt ist. Doch dann hat er immer mehr Gefallen an der Idee gefunden, sodass wir es 2027 ausprobieren und schauen, wie es ihm und dem Publikum gefällt. Es muss allen Beteiligten Spaß machen. Wir sind froh und glücklich, dass ein gestandener Bühnenprofi diesen Schritt wagt und mit uns gemeinsam auf die Karnevalsbühne geht.“
Bei der Runde mit Martin Schopps ist ihm auf jeden Fall aufgefallen, dass die Gäste in jedem Saal anders reagieren und teilweise sehr viel Unruhe herrscht, wenn ein Redner auf der Bühne steht. „Ich war dabei, als Martin in einem großen Festzelt auf der Bühne stand und alle ihm zugehört haben. Kurze Zeit später, bei einem Ball, war es doch sehr laut. Ich glaube, das wird die größte Herausforderung für mich sein, damit umzugehen.“
Entsprechend nervös ist der 52-Jährige schon jetzt. „Ich muss zugeben, dass meine Hose voll ist und ich mit einer gehörigen Portion Respekt in die Session gehe. Ich möchte mich nicht nach vorn drängen, sondern es geht darum, in der 2027er-Session zu helfen, wenn Redner knapp sind. Ich erlebe meine Kindheit noch mal neu und darf auf der Bühne stehen, da, wo meine großen Vorbilder, das Colonia Duett, gestanden haben.“

